Motocross Geteilte Bilanz beim Heim-Grand-Prix

Simon Längenfelder vor den vollen Rängen in Sachsen-Anhalt. Foto: /Juan Pablo Acevedo

Der Regnitzlosauer Pilot wird beim WM-Rennen in Teutschenthal von tausenden Fans gefeiert. Doch er kann nicht ganz mit seinem Abschneiden zufrieden sein.

Tausende Fans säumten den Talkessel in Teutschenthal in Sachsen-Anhalt am Wochenende, als die Elite der Motocross-Fahrer zum Grand Prix von Deutschland zu Gast war. Und einem flogen die Herzen der Fans ganz besonders zu: Simon Längenfelder. Der Regnitzlosauer war einer von zwei deutschen Fahrern, die ihren Heim-WM-Lauf feierten. „Mit so vielen Fans im Rücken habe ich sogar etwas Heim-Druck verspürt“, gibt der 18-Jährige offen zu. In der MX2-Weltmeisterschaft war er mit guten Vorleistungen ins Rennen gegangen – und hatte entsprechend hohe Erwartungen.

Ganz erfüllte er sie nicht, denn der erste Lauf misslang dem Gas-Gas-Werkspiloten. „Ich habe zu viele Fehler gemacht“, sagt er. In der Qualifikation hatte er noch den vierten Platz belegt, konnte diesen aber im Rennen nicht verteidigen und wurde am Ende – auch nach einem Sturz – Neunter. „Ein bisschen mehr hätte ich mir schon ausgerechnet“, sagt der Red-Bull-Fahrer, der auch für den MSC Höchstädt startet.

Im zweiten Lauf rehabilitierte er sich immerhin vom ersten – und holte wichtige Punkte für die WM-Gesamtwertung. „Ich habe mein Bestes gegeben“, sagt er über den vierten Rang im zweiten Lauf. Mit dem fünften Platz in der Teutschenthal-Gesamtwertung verlor er in der WM-Gesamtwertung nur einen Punkte auf seinen Verfolger.

Und die MX2-WM wird angesichts eines engen Rennens zu einer hervorragenden Vorbereitung für höhere Aufgaben: „Wir sind da mittlerweile echt am MXGP-Level dran“, staunt auch Längenfelder, der in Sachsen-Anhalt aber auch aus anderem Grund zur Freude hatte: „So viele Fans, so eine Mega-Stimmung, so viele Bekannte, mit denen ich früher schon Motocross gefahren bin – das Wochenende war einfach fantastisch“, sagt er. msc

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