Mozart für die Kleinen Kakao-Oper mit Kater

Unser Foto zeigt von links: Colas (Michal Rudzinski), Kater-Onkel Herrmann (Volker Ringe), Bastienne (Yvonne Prentki) und Bastien (Minseok Kim) Foto: Dietz

Das Theater Hof inszeniert Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“ für die jüngsten Besucher. Dabei geht es im Foyer um große Dinge, die schon kleine Leute beschäftigen.

Wenn eine riesige Tasse und viele bunte Sofas im Foyer des Theaters Hof bereitstehen, ist klar: Es ist wieder Zeit für die Kakao-Oper. So auch am Samstagnachmittag – diesmal mit der zweimal verschobenen, aber nach wie vor ausverkauften Premiere von Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“.

Die Rollen sind schnell verteilt: Sopranistin Yvonne Prentki spielt die Schäferin Bastienne, Tenor Minseok Kim ihren Geliebten Bastien, und Bass Michal Rudzinsky – seit dieser Spielzeit neu am Theater Hof – gibt den Zauberer Colas. Doch muss eine Frage vor Beginn noch geklärt werden: Wo ist Moritz, der Theater-Kater, den die kleinen Zuschauer schon aus den letzten Spielzeiten kennen? Da rappelt es in der Tasse und – mit den Füßen zuerst – taucht ein leicht miesepetriger, etwas in die Jahre gekommener Kater auf: Herrmann, der Urgroßonkel des weltbesten Theater-Katers Moritz, der seinen erkrankten Neffen vertritt und ihm in puncto Selbstbewusstsein in nichts nachsteht. Kaum ist diese Personalie geklärt, kann es auch schon losgehen.

Die drei Sänger und Sängerinnen erzählen locker, leicht und mit größter Spielfreude 40 Minuten lang singend, tanzend (Choreografie: Ewelina Kukushkina) und begleitet von vier Mitgliedern der Hofer Symphoniker unter der Leitung des - ebenfalls neuen - Studienleiters David Preil unter der so rasanten wie witzig-kindgerechten Regie von Melanie Stein die Geschichte der beiden Liebenden Bastien und Bastienne und des Zauberers Colas. „Liebe, Eifersucht, Täuschung und Streit – solche Probleme haben Kinder und Katzen auch!“, stellt Onkel Herrmann treffend fest – und das begeisterte Premierenpublikum stimmt ihm zu.

Alle, die die Premiere verpasst haben, „Bastien und Bastienne“ aber sehen möchten, haben am Mittwoch, 21. Dezember, und Sonntag, 5. Februar, noch die Gelegenheit. Karten an der Theaterkasse (09281/7070290). red

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