Münchberg - Josef Schwemmer, der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Wunsiedel, kritisiert die Haltung, dass eine Geburtsstation nach Gesichtspunkten des Profits geführt werden müsse. Schwemmer bezieht sich dabei auf den Artikel "Geburtshilfe rentiert sich nicht". Er, Schwemmer, könne nicht nachvollziehen, was in dem Artikel dargestellt wird. Jahr und Tag werde von allen möglichen Seiten beklagt, dass in Deutschland zu wenig Kinder geboren würden. "Und nun muss ich lesen, dass sich eine Geburtsstation rentieren muss. Ist eine solche Station, ein Krankenhaus gewinnorientiert?" Für ihn sei es vielmehr oberste Aufgabe des Staates, für seine Bürger solche Institutionen zur Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten. Schwemmer: "Ist Gesundheit eine x-beliebige Ware? Nach meinem Dafürhalten ist die das nicht." Die gesamte Bevölkerung sollte die politisch Verantwortlichen auf ihre Pflichten gegenüber dem Volk hinweisen und die Minister an ihren Amtseid erinnern, in dem es heiße: "Dem Wohle des deutschen Volkes". "Wenn Gesundheit und Geburtsstationen nicht dem Wohle des Volkes dienen, was dann? Rettung von Banken, welche durch Gier einiger Manager an den Abgrund gebracht wurden? Schonung der Großverdiener und Abzocke der kleinen Leute? Es wird höchste Zeit, die Prioritäten richtig zu stellen."
Münchberg DGB kritisiert Profitdenken in der Medizin
Redaktion 09.04.2013 - 00:00 Uhr