Wer schlecht zu Fuß ist, im Rollstuhl sitzt, einen Kinderwagen oder ein Fahrrad schiebt, der tut sich schwer am Bahnhof Münchberg. Die hinteren Gleise für den Fernverkehr erreicht man nur über eine Unterführung – sie besteht aus mehr als 20 steilen Stufen. Weil es weder eine Rampe noch einen Fahrstuhl gibt, bemühen sich die Münchberger seit vielen Jahren um einen barrierefreien Ausbau. Er ist immer wieder Thema öffentlicher Debatten. Umso mehr ließ die Nachricht des CSU-Landtagsabgeordneten Kristan von Waldenfels aufhorchen. Er informierte vergangene Woche darüber, dass die Bahnhöfe Münchberg und Naila von dem bayerischen Aktionsprogramm für barrierefreie Städte profitieren würden. Der Freistaat stellt dafür insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Da sich Bund und Bahn ebenfalls beteiligen, lassen sich Investitionen von 200 Millionen Euro verwirklichen.