Münchberg Neue Marke für den Jugendfußball

Der FC Eintracht Münchberg, der 1. FC Waldstein und der ASV Stockenroth wollen gemeinsame Jugendarbeit im Großfeldbereich betreiben. Dafür setzten sich ein (von links): Stefan Hofmann, Wolfgang Frank, Reiner Müller (alle FCE), Rainer Pflug, Sascha Sturm (Waldstein), Jörg Träder (FCE), Alexander Schlegel (Stockenroth) und Daniel Schreiner (Waldstein). Foto: Engel

Drei Vereine legen den Spielbetrieb der A- bis D-Jugend zusammen. Damit können alle Vereine spielstarke Mannschaften aufbieten. Nun sucht man einen neuen Namen.

Münchberg - Gemeinsame Wege gehen künftig der FC Eintracht Münchberg, der 1. FC Waldstein und der ASV Stockenroth im Großfeld-Jugendbereich. Das betrifft den Jugendspielbetrieb der A- bis D-Jugend. Für die acht Mannschaften stehen 130 Spieler zur Verfügung. Dazu kommen noch etwa hundert Spieler für die Kleinfeldmannschaften von der E- bis zur G-Jugend, welche weiterhin unter der Regie der eigenen Vereine angemeldet sind.

Namen gesucht

Die Jugendspielgemeinschaft aus dem FC Eintracht Münchberg, dem 1. FC Waldstein und dem ASV Stockenroth ist auf Namenssuche und hat einen Wettbewerb ausgerufen. Zu gewinnen gibt es einen Einkaufsgutschein über 100 Euro. Die Vorschläge, die einen Bezug zur Region haben sollten, können unter kontakt@fceintrachtmuenchberg.de eingereicht werden.


Um die Saison 2020/21 zu besprechen, haben sich die Verantwortlichen im FCE-Heim in Münchberg getroffen. Es herrschte Einstimmigkeit darüber, dass diese Zusammenarbeit Vorteile für alle drei Vereine bringt. "Wir können damit Lücken in den verschiedenen Altersklassen schließen und so spielstarke Mannschaften aufbieten", beschreibt Stefan Hofmann, Vorsitzender des FC Eintracht Münchberg, die Sachlage.

Es hätte eigentlich jeder Verein in fast jeder Altersklasse eine eigene Mannschaft stellen können. Durch die Spielgemeinschaft sei es aber möglich, dass gerade dort, wo bei dem einen Verein die Spielerdecke recht knapp war, die anderen Vereine gut bestückt waren. "So können wir jedem Spieler eine Plattform geben, sein Hobby zu leben und nicht nur auf der Bank zuzuschauen, wenn spielstärkere Kameraden auf dem Platz stehen", sagt Jugendleiter Daniel Schreiner vom FC Waldstein. Der neu gewählte Bürgermeister von Sparneck will dieses Amt trotzdem weiter bekleiden: "Mir liegt die Arbeit mit der Jugend einfach am Herzen." Jugendkoordinator Jörg Träder ergänzt: "Weil wir bei manchen Altersklassen bis zu drei Mannschaften aufstellen können, bleibt niemand außen vor." Jeder könne selbst entscheiden, ob er leistungsorientiert in einer höherklassigen Liga spielen möchte oder aus Spaß an der Freude in der Gruppe. "Gemeinsam sind wir aber in allen Teams stärker."

Die Zusammenarbeit soll keine Eintagsfliege sein. "Wir wollen eine neue Marke im Jugendfußball kreieren", sagt der jahrzehntelange FCE-Jugendleiter Reiner "Molly" Müller. Ein weiterer Vorteil sei, dass sich die Spieler fast alle schon aus der Schule kennen. Wenn die Stimmung in den einzelnen Teams genauso gut ist, wie unter den Verantwortlichen, kann die Zusammenarbeit nur gelingen. Trainiert und gespielt wird auf allen Plätzen der Spielgemeinschaft, in Münchberg, Sparneck, Weißdorf und Stockenroth. Das gemeinsame Training hat schon begonnen, dafür hat man ein Hygienekonzept aufgestellt.

Für die A-Jugend (Jahrgang 2002/2003), die in der Bezirksoberliga (BOL) spielt, stehen 17 Spieler zur Verfügung. 33 Spieler können in zwei B-Jugend-Mannschaften (2004/2005) zum Einsatz kommen. Eine davon spielt ebenfalls in der BOL, die andere in der Kreisgruppe. Auch bei der C-Jugend (2006/2007) können zwei Teams in den Kampf um die Punkte geschickt werden. Ein Team tritt in der Kreisliga an, das andere in der Kreisgruppe. Gleich 46 Spieler stehen in der D-Jugend (2008/2009) bereit, wo drei Mannschaften gemeldet sind. Eine Mannschaft spielt in der BOL und zwei laufen in den Kreisgruppen auf.

 

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