Münchberg - Die Zapfhähne stehen still, die Kochtöpfe leer, der Gast sitzt hungrig und durstig an seinem Tisch und wartet, dass ihn endlich jemand bedient. Derweil sitzt der Wirt in seinem Büro und verwaltet. Für seine eigentlichen Aufgaben hat er keine Zeit mehr. Freilich, diese fiktive Situation zeichnet ein überspitztes Bild. Aber: Die Wut der Gastronomen über eine aus ihrer Sicht ausufernde Bürokratie ist äußerst real. Am Montag ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Bayern in München auf die Straße gegangen, um gegen die seit Januar geltende Dokumentationspflicht in Sachen Mindestlohn und Lebensmittel-Inhaltsstoffe zu demonstrieren. Heimische Gastronomen liegen ganz auf der Linie des Verbandes - und sind entsprechend sauer auf die Entscheider in der Politik.