München - Innenminister Joachim Herrmann hat seine vergangene Woche veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung der Vergewaltigungsfälle in Bayern präzisiert. Demnach gab es im ersten Halbjahr 2017 nicht 685 überfallartige Vergewaltigungen, sondern 71 - drei mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung liegt damit innerhalb der langjährigen Schwankungsbreite. Die zunächst genannten 685 Delikte beinhalten auch Fälle von sexueller Nötigung im besonders schweren Fall. Diese Differenzierung hatte Herrmann zunächst nicht vorgenommen. Unter schwere sexuelle Nötigung fällt unter anderem das Begrapschen oder der Griff in den Schritt einer Frau. In diesem Deliktsbereich gab es eine Steigerung der Fallzahlen um fast 50 Prozent.
München Der Balance-Akt des Innenministers
Von Jürgen Umlauft 21.09.2017 - 00:00 Uhr