„Museum für alle“ Zukunftsvisionen des Porzellanikons

Gerald Lippert

Die 35. Auflage des Selber Porzellan-Events ist eröffnet. Auch zum 40. Jubiläum des Rosenthal-Theaters ist einiges geplant.

Bei der Eröffnung (von links): die Direktorin des Porzellanikons Anna Dziwetzki, Porzellankönigin Nicole I., Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und Eva Enders, Leiterin des Selber Kulturamtes. Foto: Gerald Lippert

Die ‚Wochen des Weißen Goldes‘ zu organisieren, war für mich eine echte Herausforderung“, gestand Eva Enders bei der Eröffnung der 35. Auflage des Porzellan-Events. Erst seit Februar ist sie die neue Leiterin des Selber Kulturamtes und somit auch des Rosenthal-Theaters, das heuer sein 40. Jubiläum feiern kann.

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„Das machen wir doch wie immer“, habe sie als Antwort auf ihre Fragen, was es denn bei den Vorbereitungen zu beachten gebe, von den bisherigen Programmmachern erhalten. Dadurch seien aber auch neue Anregungen entstanden. „Um etwas lebendig zu halten, muss man hin und wieder eine frische Brise aufkommen lassen“, sagte Enders. Angedacht sei künftig zum Beispiel ein virtueller Rundgang durch die Ausstellung im Theater, um die digitale Reichweite der Veranstaltungswochen zu steigern.

Aufgrund der Pandemie und des Rohstoffmangels können einige Firmen wegen fehlender Stücke nicht in gewohnter Form an der Ausstellung teilnehmen. Ihren Dank für die gute Zusammenarbeit bei den Vorbereitungen zu den „Wochen des Weißen Goldes“ richtete Eva Enders an die Firmenvertreter, ihr Team, die Mitarbeiter hinter der Bühne und die Kollegen in der Verwaltung. „Teilnehmende Firmen und Organisationen sollen zukünftig eine Plattform bei der Ausstellungseröffnung erhalten“, kündigte Enders an. In diesem Jahr sei es das Porzellanikon, das seit Jahren mit einem vielfältigen Rahmenprogramm zum Gelingen der „Wochen des Weißen Goldes“ beitrage.

Die Zukunftsvision

Anna Dziwetzki, Direktorin des Porzellanikons, begann die Vorstellung der Museen mit einem Dank an den Gründer der Einrichtung (1982 in Hohenberg, 1996 in Selb-Plößberg), Wilhelm Siemen. Partnerschaften mit Museen in der EU und in Asien hätten dem Porzellanikon dann zu einem exzellenten Ruf verholfen. „Während der pandemiebedingten Schließung haben wir an einer Vision gearbeitet“, beschrieb Dziwetzki die Zukunftspläne des Porzellanikons. Unter der Überschrift „Emotionen, Traditionen, Innovationen“ soll etwa in Hohenberg bis 2030 ein „Museum für alle“ verwirklicht werden, das sich besucherfreundlich, barrierefrei und inklusiv darstellen möchte. Ausführlich beschrieb Dziwetzki die aktuellen Sonderausstellungen „More than bricks“ über Architekturkeramik in Selb-Plößberg und „Unikate erzählen – künstlerisches Meissen 1970 – 2010“ in Hohenberg. Zum 40. Jubiläum des Museums in Hohenberg lud sie zu einem Markt mit zeitgenössischem Porzellan am 23. und 24. Juni ein. Am 13. August erinnern Musik der 80er-Jahre und bunte Cocktails an diese Epoche, und am 14. August findet das Museumsfest im Garten der ehemaligen Direktorenvilla statt.