Museum Mödlareuth Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Manfred Köhler

Nach dem Außengelände geht es mit dem Gebäude weiter. Landrat Oliver Bär hat bei einem Baustellentermin darüber gesprochen, was nun ansteht.

Der umfangreiche Ausbau des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth ist in seine zweite Phase eingetreten: Seit vergangener Woche laufen die Bauarbeiten für das neue Museumsgebäude. Bei einem Baustellentermin in Mödlareuth hat Landrat Oliver Bär nun über alle Neuigkeiten und weiteren Schritte informiert.

„Wir wollen, dass das Museum noch stärker wahrgenommen wird und die Inhalte noch besser vermittelt werden können“, sagte der Landrat. Seit Jahren bestehe die Situation, dass immer mehr Besucher nach Mödlareuth kämen, aber nur eine relativ kleine Ausstellungsfläche zur Verfügung stehe. Aufgrund der nationalen Bedeutung des Museums werde daher grundlegend erweitert und erneuert. Während die Arbeiten im Außenbereich so gut wie abgeschlossen seien und noch in diesem Jahr fertig werden sollen (wir berichteten), beginne nun mit dem Bau des Museumsgebäudes der nächste große Schritt.

„Das neue Museumsgebäude bietet eine Ausstellungsfläche von 500 Quadratmetern für die Dauerausstellung und außerdem genug Flächen für Sonderausstellungen“, sagte Landrat Bär weiter. Auch das gut bestückte Archiv solle ausreichend Raum finden. Insgesamt sollen 22 Millionen Euro investiert werden. Rund die Hälfte davon trügen der Bund und der Freistaat Bayern, weitere vier Millionen die Oberfrankenstiftung und 800 000 Euro der Freistaat Thüringen. Derzeit liege man im Plan, was die Kosten und den Fortschritt der Bauarbeiten betreffe.

Wie der Landrat auf Nachfrage außerdem mitteilte, gibt es inzwischen auch eine Lösung für den schlechten Internet- und Handy-Empfang in Mödlareuth. So seien geeignete Flächen für einen Funkmasten gefunden worden. Ziel sei es, zeitgleich mit der Inbetriebnahme des Museums auch einen möglichst optimalen Handy- und Internet-Empfang anzubieten. Das sei wichtig, weil man in der Didaktik auf neue Medien setze.

Von einem „schönen Tag für den Zweckverband Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth“ sprach der Landrat des Saale-Orla-Kreises, Thomas Fügmann. Nachdem man mit den Außenanlagen in der geplanten Zeit fertig geworden sei, beginne man nun mit dem Gebäude, denn: „Beides zusammen ist das Ensemble, das wir haben wollen.“

Christine Schmölzer-Glier, Bereichsleiterin für Hochbau des Landratsamtes Hof, erläuterte die Abläufe, die für das Gebäude anstehen. Noch heuer wolle man die Erdarbeiten abschließen, Anfang nächsten Jahres die Bodenplatte betonieren. Dann gehe es mit dem eigentlichen Gebäude weiter.

„Der Neubau des Museums ist eine Zukunftsvision, die wir gerne unterstützen“, sagte der Bürgermeister von Töpen, Alexander Kätzel (CSU). Die Außenarbeiten bisher habe er bei Besuchen verfolgt, und er könne sagen: „Auch die Bürger fiebern dem Neubau entgegen.“ Alles klappe wunderbar.

Das bestätigte auch sein Amtskollege aus Gefell, Marcel Zapf, der als Bürgermeister für den Thüringer Teil von Mödlareuth verantwortlich zeichnet. Die Beeinträchtigungen durch die Großbaustelle würden von den Bürgern gut mitgetragen. Dass es wenige bis gar keine Beschwerden gebe, liege vor allem daran, dass die Baufirma gute Arbeit leiste.

„Auch die Museumsbesucher akzeptieren die Einschränkungen“, sagte Museumsleiter Robert Lebegern. Schon mit Beginn des nächsten Jahres stehe den Gästen das komplette neue Freigelände zur Verfügung.

Wie Hermann Seiferth, Geschäftsleiter des Zweckverbandes Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, bei dem Termin bekannt gab, liegt nun auch der Bewilligungsbescheid für die Fördergelder des Bundes, des Freistaates Bayern und des Freistaates Thüringen vor. Das sei wichtig, um den Verpflichtungen für die laufenden Arbeiten ohne Zinsbelastung nachkommen zu können.

 

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