„Ist das Kultur, oder kann das weg?“, haben die Macher der Fernsehsendung „Quer“ gefragt und am Ende die Feststellung getroffen: „Alles zinnlos!“ So unterhaltend der Fernsehbeitrag um den Streit ums Zinnfigurenmuseum auf der Plassenburg auch gewesen sein mag: Er hat einen ernsten Hintergrund, und der könnte sogar buchstäblich noch viel ernster werden im Sinn von „alles zinnlos“. Zinnfigurenexpertin Sabine Weikamm aus Olpe sagt, nicht nur sie sei sauer über die Art, wie man in Kulmbach bei der Neuplanung für das Museum mit den Zinnfiguren umgehe. Und da gehe es nicht nur darum, dass in dem teuer gekauften Grobkonzept sehr kritisch mit Gewaltdarstellungen etwa bei Schlachten oder mit heute als rassistisch eingeschätzten Darstellungen aus der Kolonialzeit umgegangen werde. Sabine Weikamm ärgert sich über mehr. Damit, sagt sie, sei sie unter den Liebhabern der Zinnfiguren nicht allein. Und sie deutet an, dass es Konsequenzen geben könnte. Nicht ausgeschlossen, dass Leihgeber, deren Sammlungen auf der Plassenburg gezeigt werden, ihr Eigentum wieder abholen. Nicht ausgeschlossen, dass sich die Zinnfigurensammler sogar von ihrer „Hauptstadt“ Kulmbach abwenden und einen anderen Ort zu ihrem Mittelpunkt machen. „Wir haben schon einen Fuß in der Tür“, sagt Sabine Weikamm.
Museumsstreit geht weiter Kommt es zum Showdown ums Zinn auf der Plassenburg?
Melitta Burger 16.05.2025 - 17:00 Uhr