Der Untergang der Titanic – die Faszination für diese popkulturell längst mannigfaltig überformte historische Tragödie ist ungebrochen. Es gibt Romane, mehrere Spielfilme, TV-Serien, Dokumentationen, Songs, Ausstellungen und auch ein mehrfach preisgekröntes Broadway-Musical aus dem Jahr 1997, das den Untergang des Luxusliners am 14. April 1912 zum Inhalt hat. Es habe viel schlimmere Schiffskatastrophen gegeben, sagte Regisseur Reinhardt Friese bei der „KOSTprobe“ zum Musical, dem Einführungsgespräch mit Probenbesuch am Donnerstagabend im Theater. Die Titanic aber galt als unsinkbar, stehe für Fortschritts- und Technikgläubigkeit und sei daher ein absolut zeitloses Thema.