Ist Wagners "Ring" tatsächlich "instagrammable"?
Es sei zwar nicht das erste Ziel der Inszenierung, sie sei aber "durchaus instagrammable, wie man allein schon an unserer "Gott ist tot"-Plakatkampagne gesehen hat", sagt Kratzer. "Ich bin da ganz bei Vladimir, das schließt sich überhaupt nicht aus. Ich habe auch das Gefühl, dass das "Rheingold" sozusagen ein echter All-Ager-Erfolg war. Das Tolle am "Ring" im Vergleich zu anderen Stücken, ist, dass es jetzt nicht ein Stück ist, das nur durch seine fünfte interpretatorische Ableitung lebt, sondern dass es in jeder Darbietungsform erstmal die Möglichkeit zu einer sehr existenziellen Erfahrung bietet, unabhängig von seinem dann doch manchmal ein wenig aberwitzigen Plotverlauf. Es geht um Elternschaft, das Verhältnis zwischen den Generationen, man kann ganz elementare existenzielle Erfahrungen mit dem Stück machen."