Musikschule Wunsiedel Nachwuchs stimmt auf das Fest ein

Allen beteiligten jungen Musikern sowie Musikschulleiter Georg Obermaier (rechts) hat das Weihnachtskonzert gefallen. Foto: Johanne Arzberger

Mit der Fichtelgebirgshalle betreten die jungen Musiker eine große Bühne. Vor allem mit adventlichen Liedern beweisen sie dabei ihr Können.

Weihnachten steht vor der Tür. Für die Musikschule in Wunsiedel heißt das: Endlich findet das Weihnachtskonzert wieder statt. Denn zwei Jahre war die musikalische Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie auf Glatteis gelegt. Gerade für die jüngeren Schüler ist das Konzert stets eine große Sache. Sie haben endlich die Gelegenheit, Eltern, Geschwistern und Großeltern zu beweisen, dass sie fleißig geübt haben und bereit sind, mit dem Erlernten am Weihnachtsbaum die Familie zu erfreuen.

Eine Kostprobe davon gab es vor allem während der ersten Hälfte des Programmes am Sonntagabend in der Fichtelgebirgshalle. Mit kleinen Solobeiträgen, teilweise unterstützt von ihren Lehrkräften, legten sich die jungen Musiker mächtig ins Zeug. Elena Gießbrecht spielte Klavier, Andreas Bauer Schlagzeug und Viktoria Obermaier bewies ihr Können am Akkordeon und auf der Blockflöte.

Kleine Serenade

July Wagner kündigte mit Klavier den „Little Drummer Boy“ an, auf dem Schlagzeug forderte Ludwig Rott auf: „Lasst uns froh und munter sein“. Versteckt hinter seiner Trommel ließ Ludwig Nagengast „O Du Fröhliche“ erklingen, und mit den Tasten seines Klaviers brachte David Schaidinger die „Jingle Bells“ zum Läuten. „Alle Jahre wieder“ meinte dazu Jastin Kremer auf dem Schlagzeug. Katharina Geier machte mit ihrem Akkordeon Lust auf einen Besuch „In der Weihnachtsbäckerei“, Schlagzeuger Luca Zeitler wünschte „Merry Merry Christmas Everywhere“, Ida Benker, Klavier, präsentierte drei Weihnachtsweisen, darunter eine kleine Serenade von Wolfgang Amadeus Mozart. „Leise rieselt der Schnee“ stellten Jakob und Antonia Nagengast mit Schlagzeug und Klarinette fest. Linus Fuchs entführte mit seinem Akkordeon die Zuhörer zu den Hirten auf dem Felde, die das „Gloria“ der Engel hörten. Einen „Boogie“ von Gerald Martin und Händels „Joy To The World“ bot Anton Hoffmann am Klavier. Energisch lud Malte Werner auf dem Schlagzeug noch einmal dazu ein „Lasst uns froh und munter sein“. Alina Obermaier stellte gekonnt Vivaldis „Winter“ auf dem Klavier vor und vom Schlagzeug von Felicitas Franz durften noch einmal die „Jingle Bells“ ertönen.

Erfreulich ist für die Musikschule, dass sich auch immer wieder junge Musikfreunde für die Geige interessieren: So spielte Antonia Nagengast unter der Leitung von Jakob Schröder ein französisches Weihnachtslied und „Kling Glöckchen klingelingeling“. Dorothea Nolda überzeugte mit einem Satz aus der Kanonischen Sonate Nr. 2 von Georg Philipp Telemann. Dazwischen erklang von Kajetan Wejbora eine „Weihnachtliche Weise“ auf seiner Steirischen Harmonika. Zu gefallen wusste auch die Darbietung des Saxofonensembles, Leitung Georg Obermaier, mit „Alle Jahre wieder“ und „Herbei o ihr Gläubigen“.

Seltenes Instrument

Ein gerne gehörter Bestandteil bei Musikschulkonzerten ist das Gitarrenensemble „Sait by Sait“ unter der Leitung von Manfred Hochberger. Das Traditional „Deck The Hall With Holly“ hatten die fünf Gitarristen im Programm sowie die Komposition – „Happy Xmas, War Is Over“ von John Lennon und Yoko Ono . Elisabeth Geier stellte am Klavier „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ vor und das Klarinettenensemble gestaltete stimmungsvoll zwei Volksweisen aus dem alpenländischen Raum. „Furioso und Valse in D-Minor“, mit dieser Komposition von Earl Hatch überraschte Max Purucker auf der Marimba – einem Instrument, das hierzulande nur selten in Erscheinung tritt und dessen Einsatz immer Vergnügen bereitet. Sophie Merkl, Klavier, führte das Publikum im Saal vor die „Hütte auf Hühnerfüßen“ der Hexe Baba Jaga. Eine anspruchsvolle Interpretation von Mussorgskis Komposition. Am Schlagzeug begleitet von Moritz Ruckdeschel spielte und sang Emmily Treude „Drivers License“ von Olivia Rodrigo und „One More Sleep“ von Leona Lewis.

Ein Musikschulkonzert, das ein breites Spektrum musikalischer Erziehung zeigte und das von den zahlreichen Zuhörern im Saal mit wohlwollendem Beifall begleitet wurde. Musikschulleiter Obermaier bedankte sich bei den „jungen Künstlern“ und wünschte allen Beteiligten und dem Publikum ein frohes Weihnachtsfest.

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