Nach Eisbruch Friedhof Erkersreuth wieder geöffnet

Die Baumschäden wegen Eisbruch sind beseitigt. Pfarrer Henkel kritisiert „Rowdys“, die trotz geschlossenem Tor auf das Gelände eingedrungen sind.

Auf dem Komposthaufen des Friedhofs finden sich immer wieder Kunststoffabfälle. Viele Zeitgenossen sind zu bequem, ihren Müll ordnungsgemäß getrennt in die Mülltonnen zu entsorgen. Foto: /pr.

Selb - Der Friedhof von Erkersreuth ist wieder geöffnet. Nachdem kürzlich wegen an den Bäumen gefrorenem Raureif zahlreiche Äste abgebrochen und auch Bäume angebrochen waren und damit eine Gefahr darstellten, hatte das Pfarramt Erkersreuth den Friedhof gesperrt. Mittlerweile wurden die abgebrochenen Äste von einer Firma fachgerecht entfernt und auch Gefahrenbäume gefällt. Nachdem die Schäden beseitigt sind und die Gefahr damit gebannt ist, konnte das Pfarramt den Friedhof wieder freigeben. Derzeit läuft der Abtransport der Bäume und der abgebrochenen Äste.

Nach der Werbung weiterlesen

Wenig Verständnis zeigt Ortspfarrer Jürgen Henkel für Personen, die trotz Verbots, geschlossener Pforte und Hinweistafel während der Schließung widerrechtlich auf den Friedhof eingedrungen sind. „Das neue Tor wurde mehrfach trotz versperrtem Schloss aufgerissen, sodass Schäden entstanden sind. Sogar ein Kabelbinder, mit dem das Tor zusätzlich gesichert war, wurde entfernt. Es gibt Rowdys, die offenbar vor nichts zurückschrecken und der Meinung sind, sie können sich alles erlauben. Und wenn dann etwas passiert, ist das Geschrei groß und der Träger des Friedhofs schuld.“

Die Müllentsorgung auf dem Friedhof sorgt im Pfarramt ebenfalls regelmäßig für Kopfschütteln. „Kürzlich fanden wir eine zerbrochene Glasvase, die in einem Eimer mit Streusalz entsorgt wurde, aus dem unser Friedhofspersonal Streusalz entnimmt. Das rücksichtslose Verhalten ist wirklich nicht nachzuvollziehen.“

Auch bei den Mülltonnen benähmen sich einzelne Friedhofsbesucher und Grabbesitzer so, als wäre die Mülltrennung noch nicht erfunden, obwohl auf jeder Tonne ein Hinweisschild zeige, was in die jeweilige Tonne gehöre und was nicht, sagt Pfarrer Henkel. Auf dem Kompost landeten regelmäßig Kunststoffmüll und Papierreste.

„Das ist ein wirklich unsoziales Verhalten. Wenn wir nämlich die Unterhaltsgebühren erhöhen müssen, um die Mehrkosten für die nachträgliche Müllsortierung durch unser Personal und unseren Friedhofs-Dienstleister zu refinanzieren, trifft das alle Grabbesitzer, auch die vielen, die sich ordentlich an alle Regeln halten.“ Kirchenvorstand und Pfarrer hoffen nun auf Einsicht und Besserung. red