Nach Hochwasser Helfer kämpfen um wertvolle Fresken

Oswald Purucker

Der langjährige Pfarrer von Marienweiher im Landkreis Kulmbach ist heute in Unterschlesien. Aktuell halten ihn die Aufräumarbeiten in Atem. Er hofft auf Hilfe aus seiner alten Heimat.

Freiwillige Helfer beseitigen aktuell die schweren Schäden. Foto: privat

Im September hat der Fluß Neise weite Teile von Schlesien überflutet, darunter auch die Gemeinde Glatz. Kurz darauf wurde in den Kirchen der Pfarrei Marienweiher und im Stadtsteinacher Oberland eine Kollekte für die Hochwasseropfer und das dortige Kloster durchgeführt. Der leitende Pfarrer Hans Roppelt und das Pastoralteam des Seelsorgebereichs Kulmbach beschlossen, am 25. und 26. Januar auch im restlichen Seelsorgebereich bei den Sonntagsgottesdiensten und Vorabendmessen eine Kollekte abzuhalten.

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Während die erste Sammlung den notleidenden Menschen vor Ort zu Gute kam und die dortigen Handwerker mit Werkzeug versorgt werden konnten, geht es diesmal um Unterstützung für Kirche und Kloster, mit seinen teils wertvollen Fresken und Deckengemälden im Vordergrund stehen.

Wie der Glatzer Guardian Pater Ignatius Szczytowski mitteilte, laufen die Renovierungsarbeiten im Franziskanerkloster und der klostereigenen Minoritenkirche zur Zeit auf Hochtouren. Nach einer kurzen Weihnachtspause sind viele freiwillige Helfer teils mit schwerem Gerät angerückt, um mit der Trockenlegung fortzufahren. Teilweise bis in eine Höhne von über drei Metern mussten in der Kirche und dem angrenzenden Klosterkomplex die Wände abgeklopft werden. Das Wasser zerstörte auch viele wertvolle Wandverkleidungen. Nach der Trockenlegung könne dann endlich mit der Sanierung begonnen werden.

Wer an diesem Wochenende die Kirche nicht besuchen kann, dem steht das Spendenkonto der Katholischen Kirchenstiftung Marienweiher bei der Raiffeisenbank Oberland offen. Iban-Nummer: DE42 7706 9868 0100 5101 90 offen. Verwendungszweck: Hochwasser Glatz. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.