Auch weniger Netze, weniger Fangtage und damit insgesamt strengere Fangregeln als früher seien vorgeschlagen worden. Damit sollen die Fischer entlastet werden, ohne die Bestände erneut zu gefährden. Aus den Ministerien in Bayern und Baden-Württemberg kommen für die Fischer positive Signale.
"Der Erhalt und die bestmögliche Unterstützung der traditionellen Berufsfischerei am Bodensee ist ein wichtiges Ziel der bayerischen Staatsregierung", hieß es vom Landwirtschaftsministerium in München. Der Freistaat hat in diesem Jahr den Vorsitz der Konferenz.
Baden-Württemberg wird noch konkreter: "Es sollte den Fischern am Bodensee ab 2027 wieder ermöglicht werden, in gewissem Umfang Felchen zu fischen, ohne die positive Bestandsentwicklung zu gefährden", sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums.
Aber warum sind sich die Fachleute scheinbar uneinig?
Unstrittig ist, dass die geschonten Felchen gut gewachsen sind und aktuell gut wachsen, die Lage aber noch fragil ist. Besonders umstritten ist dabei die Situation für Blaufelchen, die im gesamten Freiwasser des Bodensees vorkommen. Einige Experten warnen, dass eine zu frühe Freigabe die Erholung der Bestände gefährden könnte.