Es liegt auf der Hand: Die hohen Energiepreise waren ein Faktor, warum sich für Konrad Micro Drill in Kulmbach die Herstellung von Hartmetall-Bohrern nicht mehr rentiert hat. Die gewaltigen Brennöfen, mit deren Hilfe Hartmetallwerkzeuge hergestellt werden, fressen Unmengen an Strom. Mehr als 50 Arbeitsplätze sind verschwunden, das gesamte Firmeninventar ist auf dem Weg nach Indien, wo die Produktion unter neuem Investor mit den Gerätschaften und dem Know-how aus Kulmbach weitergehen wird. Die Nachricht hat auch die IG Metall aufgeschreckt. Stefan Winnerlein, 1. Bevollmächtigter seiner Gewerkschaft in Ostoberfranken, hat vom den Aus in der Firma in der Kulmbacher E.-C.-Baumann-Straße aus der Zeitung erfahren. Der Betrieb habe wohl keinen Betriebsrat gehabt, es habe sich auch keiner bei der Gewerkschaft gemeldet.