Nach Schneefällen Wintersport bald wieder möglich?

Patriuck
Am Döbraberg sind schon jetzt viele Loipen gewalzt. Foto: Archiv

Es ist kalt und es hat geschneit. Doch reicht das schon, um sich in Fichtelgebirge und Frankenwald die Skier an die Füße zu binden und Pisten oder Loipen unsicher zu machen? Die Antwort: teilweise.

Der Winter ist zurück und weckt bei den Wintersportlern Begehrlichkeiten. Schließlich hat sie die kalte Jahreszeit bisher – abgesehen von einem kurzen Intermezzo im Dezember – nicht eben verwöhnt. Stellt sich die Frage: Was geht im Fichtelgebirge und im Frankenwald schon und wie sind die Aussichten?

Für die Abfahrer sieht es im Moment noch eher mau aus. Offen ist im Landkreis Hof noch nichts. Für den Bergwiesenlift in Schwarzenbach besteht aber Hoffnung. „Wir hoffen, dass wir am Mittwoch öffnen können“, sagt Jürgen Wunner von der Stadt Schwarzenbach auf Anfrage. 15 Zentimeter Schnee fehlten noch, dann könnte der Lift ab Mittwoch um 18 Uhr laufen, und zwar im Flutlichtbetrieb bis 21.30 Uhr, ebenso am Donnerstag. Am Freitag könnte der Lift die Skifahrer ab 13.30 Uhr den Hang hinaufziehen – wenn der gewünschte und prognostizierte Schnee kommt und es kalt bleibt. Die Stadt hoffe, auf den Einsatz der Schneekanone verzichten zu können.

Die Lage im Fichtelgebirge ist zum jetzigen Zeitpunkt noch durchwachsen. Am Wochenende geöffnet sind der Fleckl-Lift, der die Skifahrer am Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr befördert, und der Bleaml-Alm-Lift in Fichtelberg-Neubau, der am Samstag von 10 bis 21 Uhr und Sonntag von 9.30 bis 21 Uhr in Betrieb ist. Zwar laufen die Lifte am Ochsenkopf sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite, Wintersport ist hier allerdings noch nicht wieder möglich.

Nach dem Schneefall im Dezember konnte man hier für kurze Zeit bereits Ski fahren. Dann setzte das Tauwetter wieder ein und machte den Ski-Freunden einen Strich durch die Rechnung. Und jetzt? „Am Wochenende wird es noch nichts am Ochsenkopf, dafür ist die Zeit zu knapp. Wir brauchen jetzt zunächst eine solide Basis, auf der wir dann weiter aufbauen können. Deswegen steht erst einmal die Beschneiung im Vordergrund. Denn der Schnee, der vom Himmel gefallen ist, „ist immer noch ein bisschen wenig“, sagt Andreas Schreyer, der mit für den Pistenbetrieb am Ochsenkopf verantwortlich ist. Langlauf geht auch noch nicht.

Am Klausenlift in Mehlmeisel geht aktuell auch nichts. Aber vielleicht ändert sich die Schneelage ja schon übers Wochenende. Auch in der Skiwelt Schöneck im sächsischen Vogtland, oft ein Garant für stabile Schneeverhältnisse, ist noch alles dicht.

Wer es lieber sportlich mag und dem Langlauf frönt, der wird insbesondere im Frankenwald bereits fündig und kann Loipen- und Skating-Strecken unter die langen Latten nehmen.

Im Langlauf-Zentrum am Döbraberg haben die Langläufer die Qual der Wahl. Die Sechs-Kilometer-, die Acht-Kilometer-, die Skating- und ein Teil der Panorama-Loipe sind gewalzt. Die Acht-Kilo-Meter Loipe ist auch klassisch gespurt.

Noch etwas Geduld braucht, wer lieber am Walberngrüner Gletscher gleitet. Hier ist bislang lediglich eine drei Kilometer lange Loipe präpariert.

Schneeschuhwanderungen werden immer beliebter. Die Ausrüstung dafür ist aber längst noch kein Standard in den meisten Wintersport-Haushalten. Die Familie Mettke, Haide 34 in Helmbrechts, hat einen Schneeschuh-Verleih eröffnet und bietet auch Touren an, auch dieses Wochenende. Auf schneeschuhe-helmbrechts.de gibt es weitere Informationen.

 

Bilder