Gestaltung des Platzes
Zurück in die Gegenwart: Derzeit sind die Mitarbeiter des Pullenreuther Abbruchunternehmens Plannerer mit dem Abriss des alten Höchstädter Rathauses beschäftigt. Seit Montag frisst sich der Bagger mit einem Abbruchgreifer durch das Gemäuer. „In den vorangegangenen Wochen wurde das Gebäude entkernt“, sagt Höchstädts Bürgermeister Gerald Bauer. Für den gesamten Rückbau des alten Rathauses seien etwa fünf Wochen eingeplant. Bauer schätzt, dass das Abbruchunternehmen spätestens Mitte nächster Woche Vollzug melden kann – wenn nicht sogar schon Ende dieser Woche. „Geplant ist zunächst der Abbruch bis zur Bodenkante“, sagt Bauer. Unterkellert ist das alte Rathaus nicht. Aber um die Bauteile, die im Erdreich verborgen sind, entfernen zu können, muss wieder das Landesamt für Denkmalpflege tätig werden. Immerhin handelt es sich bei dem Areal zwischen Kirche, Schulhaus und Bugatti-Bar um eine Verdachtsfläche. Das heißt, es könnten Bodendenkmäler vorhanden sein. Die gelten als gesichert, sobald sie von Archäologen dokumentiert wurden. Danach können Bodendenkmäler weggerissen oder überbaut, zugeschüttet oder zugänglich gemacht werden – ein Kompromiss in der praktischen Denkmalpflege. Gerald Bauer glaubt aber nicht an bedeutsame Funde.