Nach Vollsperrung Schnarchenreuth – wie geht es weiter?

P.G.
Seit Langem verfällt die Burg Schnarchenreuth auch sichtbar. Mittlerweile musste die Durchfahrt gesperrt werden. Foto: Hüttner

Die Ortsdurchfahrt in dem Berger Ortsteil bleibt noch mindestens drei Wochen gesperrt, weil Teile der Burg einstürzen könnten. Nun schreitet das Landratsamt ein, damit der Verkehr in Kürze wieder rollen kann.

 
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Schnarchenreuth-Saga, Teil X: Seit das Staatliche Bauamt vor wenigen Tagen mitgeteilt hat, dass es die Ortsdurchfahrt wegen einer akuten Gefährdungslage sperren muss, drängt sich die Frage auf: Was ist da wieder mit der Burg? Und tatsächlich: Die Gefahr geht offenbar von der weiter verfallenden Burgruine aus. Der Zustand des Gutes in Schnarchenreuth und der Schlossanlage hat sich in den vergangenen Jahren erkennbar und stetig verschlechtert. Mit der Gefährdung des öffentlichen Raums wuchert das seit Jahrzehnten schwelende Problem-Objekt Burg Schnarchenreuth nun erneut ins allgemeine Bewusstsein.

Wie soll es nun weitergehen? Darüber klärt das Landratsamt Hof nun auf.

„Sowohl die Gefährdung als auch die Vollsperrung sollen schnellstmöglich beseitigt werden“, heißt es aus der Kreisbehörde. Das Landratsamt Hof werde anordnen, dass ein Teil des an der Straße stehenden Wohngebäudes abgetragen wird. Dazu habe man mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege auf Basis sachverständiger Ermittlung abgestimmt, dass das instabile Natursteinmauerwerk des oberen Teils des Gebäudes abgetragen werden soll. Das nach der ersten Begutachtung standsichere Mauerwerk soll hingegen erhalten bleiben.

Eigentümer der Burg ist seit ein paar Jahren der Verein Burg und Garten, der die Hoferin Barbara Liebing vorsitzt. Hans-Norbert Diehl, eher bekannt als Johnny von Schnarchenreuth, hat sich nach eigenen Angaben von allen Aktivitäten rund um die Burg zurückgezogen. Das teilweise Abtragen des Mauerwerks sei mit dem Eigentümerverein abgestimmt, teilt das Landratsamt mit, was die Vereinsvorsitzende in einem Facebook-Post bestätigt.

Die Baumaßnahmen sollen Stand Donnerstag bereits Mitte nächster Woche beginnen, dafür werde man eine Fachfirma hinzuziehen. Im Anschluss an die Arbeiten soll dann gutachterlich geprüft werden, ob die Standsicherheit gewährleistet ist. Sobald dies vom Gutachter bestätigt ist, soll das Staatliche Bauamt die Straßensperrung im Einvernehmen mit dem Landratsamt Hof unverzüglich aufheben. „Nach aktuellem Stand gehen wir davon aus, dass dies in drei Wochen der Fall sein wird“, heißt es aus dem Landratsamt.

Eine endgültige Lösung für die Burg ist damit noch lange nicht gefunden. Barbara Liebing schreibt auf Facebook: „Vielleicht bin ich verrückt, aber ich glaube immer noch daran, dass dort etwas sehr Schönes entstehen kann, für die Region, deren Anwohner und den Tourismus.“

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