Nächster Neuzugang Ein junger Eidgenosse für die Wölfe

Sebastian Christmann, hier noch im Trikot des DEL2-Clubs Wölfe Freiburg, stürmt künftig für den VER Selb. Foto: AKE/Achim Keller

Der 21-jährige Sebastian Christmann, gebürtiger Schweizer mit deutschem Pass, will sich beim VER und in der DEL2 etablieren. Der junge Stürmer kommt aus Herford, war auch schon in Freiburg und stand zwei Mal in der U18-Nationalmannschaft des DEB.

Selb - Mit dem in der Schweiz geborenen Sebastian Christmann präsentiert der DEL2-Aufsteiger VER Selb den nächsten Neuzugang für die kommende Saison. Der 21-Jährige durchlief bei mehreren Schweizer Vereinen das Nachwuchsligensystem der Eidgenossen, besitzt aber auch einen deutschen Pass und wurde zwei Mal in das deutsche U18-Nationalteam berufen. Dadurch hatte der 1,86 Meter große Stürmer vor zwei Jahren sogar das Interesse von einigen Vereinen der DEL geweckt, wechselte aus dem U20-Team des Schweizer Erstligisten EV Zug aber zum EHC Freiburg in die DEL2. „Sebastian ist ein guter Schlittschuhläufer mit einem präzisem Schuss“, urteilte damals Daniel Heinrizi, der sportlicher Leiter der Freiburger. Nach seiner Premierensaison bei den Senioren ging es nochmal einen Schritt zurück zum Herforder EV in die Oberliga Nord, bestritt dort 37 Spiele und erzielte neun Tore. „Ich bin sehr dankbar für die Zeit in Herford. Ich habe sehr viel Spielpraxis und Eiszeit bekommen und konnte dadurch viel lernen“, wird Christmann in einer Mitteilung des VER zitiert.

Typische Schweizer Tugenden

Nun will und soll sich der talentierte Deutsch-Schweizer mit den Selber Wölfen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse etablieren. „Ich habe ein paar Mal mit Trainer Herbert Hohenberger telefoniert und bin überzeugt von der Qualität der Infrastruktur und dem Eishockeystandort Selb“, erklärt der Rechtsschütze, der nach eigener Aussage die typischen Schweizer Tugenden verkörpert: „Ich bin bodenständig und eher ein ruhiger Typ – auch in der Kabine. Den Part des Kabinen-DJ werde ich deshalb wohl eher nicht einnehmen. Was ihm dagegen liegt, ist das Körperspiel auf dem Eis. „Ich gehe gerne dorthin, wo es wehtut. Auch würde ich mich als Powerstürmer mit Zug zum Tor beschreiben.“

Hervorragende Ausbildung

Wölfe-Coach Herbert Hohenberger will Christmann in der kommenden Serie zu einem gestandenen DEL2-Spieler weiterentwickeln, „Sebastian hat in der Schweiz eine hervorragende Ausbildung genossen. Er wurde mir von seinem letzten Coach als trainingsfleißig, unproblematisch – zwei Eigenschaften, die ich bei den jungen Leuten sehr schätze –, läuferisch stark und körperlich präsent beschrieben und empfohlen. Er wird bei mir auf jeden Fall seine Eiszeit und seine Einsätze bekommen. Wir wollen auch kommende Saison wieder eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern und eine entsprechende Kadertiefe aufs Eis stellen.“

Wunsch nach Fan-Rückkehr

Ein Thema liegt dem neuen Wölfe-Stürmer besonders am Herzen: „Als Spieler ist es schwierig, vor leeren Rängen zu spielen. Die vergangene Saison war schon sehr speziell. So etwas möchte ich nicht mehr erleben. Innerhalb des Teams waren wir darauf angewiesen, uns gegenseitig zu puschen, weil die Unterstützung von den Rängen fehlte. Klar hat sich da auch ein anderer Zusammenhalt entwickelt, aber trotzdem war alles merkwürdig. Deshalb hoffe ich, dass wir bis zu Saisonbeginn zur Normalität zurückkehren können und unsere Fans wieder zahlreich in die Hallen kommen können. Ich freue mich auf hoffentlich volle Ränge und die Herausforderung, die mich hier bei den Selber Wölfen erwartet!“

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