Naila - Er steht braungebrannt am Beckenrand, schlürft lässig an seinem Cocktail und schaut den Mädels hinterher, hin und wieder ermahnt er übermütige Jugendliche; ansonsten schlendert er entspannt durch sein Revier - das Freibad. Das sind die Klischees zum Beruf des Bademeisters. So ist es auf den ersten Blick verwunderlich, dass in Deutschland häufig die Stellen der Schwimm-Meister unbesetzt bleiben. "Bademeister sind inzwischen Mangelware", erklären Markus Hampl und Florian Wunderlich, die im Nailaer Freibad arbeiten. "Eigentlich heißt unsere genaue Berufsbezeichnung 'Fachangestellter für Bäderbetrieb' ", sagt der 53-jährige Markus Hampl. "Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, die es in sich haben." Denn sie verlangt neben der Qualifikation als Rettungsschwimmer und intensiven Kursen in Erster Hilfe auch technisches Wissen.