Naila Fröhliches Konzert, ernste Momente

Sandra Hüttner
Ausgelassen ging es auf der Bühne zu – an einem emotionsgeladenen Abend im Schulzentrum. Foto: Hüttner

Die Fünft- und Sechstklässler der Musischen Realschule Naila zeigen ihr Können – und erinnern an einen Kameraden, der nicht dabeisein kann.

Endlich wieder live und ganz ohne Einschränkungen haben die 132 Fünft- und Sechstklässler die große Bühne in der Zweifachturnhalle des Schulzentrums geentert, um einem großen Publikum ihr musikalisches Können in Gesang und instrumental zu präsentieren. Zum Musikklassenkonzert war geladen, die Gäste geizten nicht mit Applaus für Solisten und Ensembles. In der Musischen Realschule wird jedem Kind der Zugang zur Welt der Instrumentalmusik eröffnet; in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe lernt und spielt jeder ein Instrument.

Nach der „Instrumentenrallye“ im Herbst durften sich die Fünftklässler für ihr Lieblingsinstrument entscheiden, sodass die Mädchen und Jungen der fünften Jahrgangsstufe nun nach nur kurzer Zeit des Unterrichts ihr Können zu Gehör brachten. Mit dem Applaus ließ die Anspannung nach, und am Ende waren alle stolz – die Musiker, die Lehrer, die Tandempartner und die Zuhörer.

Während also die Fünftklässler ihre Premiere meisterten, standen die Sechstklässler zum zweiten Mal auf der großen Bühne. Bei den Sechstklässlern konnte das Publikum im Vergleich zum Vorjahr ermessen, welche Fortschritte die Kinder gemacht haben. Die Kulturlotsen Malin Browa und Moritz Rödel führten durch den kurzweiligen Abend, den die Streicher-, Bläser-, Klavier- und Bandklassen beider Jahrgangsstufen bestritten.

Zu Beginn animierte Musiklehrer Markus Hager das Publikum, „an den richtigen Stellen ruhig auszuflippen“. Stimmung kam auf, schon beim ersten Song „Can’t stop this Feeling“, mit dem die Klasse 6a den Konzertabend eröffnete. Der Popsong von Justin Timberlake erklang sogar noch zwei Mal von der 6b und 6c, aber jeweils mit neuer Choreografie. Die Fünftklässler präsentierten als Klassensong „Astronaut“ von Sido. Zwölf Solisten taten sich hervor, darunter auch einige begabte Rapper beim Song „Astronaut“.

Markus Hager erklärte, dass den Klassensongs ein Casting vorausgegangen war, um Talente in den einzelnen Klassen zu finden. „Unterstützt hat uns dabei Gesanglehrer Michael Wolfrum aus Leupoldsgrün, der den Schülerinnen und Schülern im Umgang mit ihrer Stimme auch Techniken nahebrachte.“ Vom Casting sei zum Klassenwettbewerb gekommen. „Und das hat, wie man heute sieht und hört, hervorragend geklappt, denn jede Klasse hat den Ehrgeiz, die beste auf der Bühne zu sein.“ Schlussendlich war aber der Spaß die Hauptsache. Musiklehrerinnen und -lehrer Evelyn Beißel, Silvia Melzner, Benedikt Maier und Markus Hager erhielten Unterstützung von den Tandempartnern der Hofer Symphoniker, Markus Jung und Slawek Dudar sowie Marc Huß und Jochen Sauter. In dem emotionsgeladenen Abend hinein wurde auf der Leinwand das Bild von Erik aus Köditz eingeblendet: Benedikt Maier ergriff das Wort und sagte in die plötzliche Stille hinein, dass der junge Schlagzeuger fehle – wegen einer seltenen Erkrankung des blutbildenden Systems ist er im Krankenhaus. Maier machte auf die Knochenmark-Registrierungsaktion am Sonntag, 26. März, in Köditz aufmerksam und bat alle, die noch nicht registriert sind, dort teilzunehmen. Die Aktion findet, wie berichtet, auch für ein neunjähriges Mädchen aus Hof teil.

Dann ging es rockig weiter, so wie es der Schlagzeuger Erik wohl auch liebt, mit „Altes Fieber“ von den Toten Hosen. Fliegender Wechsel auf der Bühne, von Streichern, Bläsern, Klaviersolisten und Bands – und alle begeistern mit ihrem Können. Dank richtete Markus Hager abschließend an alle Mitwirkenden auf und rund um die Bühne.

 

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