Naila Schlangenbesuch in der Kammer des Schreckens

Sandra Hüttner
Schlangen lassen sich gerne mal auf den Arm nehmen. Foto: /Hüttner

Das Tierzimmer im Hochfrankengymnasium Naila nimmt Gestalt an. Schlangenzüchter Daniel Schmidt stellt den Schülern einige seiner Prachtexemplare vor.

Nach den coronabedingten Auszeiten kann die Gestaltung des „Tierzimmers“ im Hochfranken-Gymnasium Naila nun endlich Fahrt aufnehmen. Die übergangsweise ausgelagerten Tierchen ziehen wieder zurück in die Schule. Bei der Namenssuche für das Klassenzimmer mit Terrarien und Aquarien konnten sich klangvolle Namen wie „Das große Krabbeln“ oder „HFG goes wild“ nicht durchsetzen. Es ist nun als „Tierzimmer“ in aller Munde. 2020 startete das Projekt in einem P-Seminar mit Biologie-Lehrerin Ann-Katrin Marquard, doch konnten nicht alle Pläne umgesetzt werden. Nun soll – in Kooperation mit der Firma Lamilux aus Rehau – eine übersichtliche und ästhetisch Terrarienwand eingebaut werden. Die Belüftung ist eingerichtet, aber es fehlt noch an fließendem Wasser. Noch müssen die Schüler für den Wasserwechsel Eimer schleppen. Am Tierzimmer mit beteiligt ist die Arbeitsgemeinschaft „Aquarium“, geleitet von Lehrer Stephan Müller.

Stabschrecken wie der „Wandelnde Ast“ haben eine Heimat im Tierzimmer, in der „Kammer der Schrecken“, wie es das aktuelle P-Seminar passenderweise nennt. Mit Achatschnecken, Kongo-Rosenkäfern und schmucken Smaragdschaben leben dort weitere Wirbellose. Die Lehrerin freut sich über das Engagement ihrer Schüler. Im Kompost werden die Abfälle aus dem Tierzimmer recycelt.

Zu Gast war nun Schlangenzüchter Daniel Schmidt aus Wallenfels, einst Schüler am Hochfranken-Gymnasium. „Wir wollen unser Wissen in der Terraristik erweitern“, sagte Ann-Katrin Marquardt. Königspython, Kornnattern und Kiefernattern hatte Schmidt im Gepäck. Zuerst blieben die Gymnasiasten auf Abstand, doch bald wollte jeder eine der Schlangen auf den Arm nehmen, als erstes der Sechstklässler Raphael, der gerne selbst solche Tiere zu Hause hätte.

Daniel Schmidt hat einst mit der Aquaristik begonnen und kam über Echsen zu den Schlangen. „Ich habe 30 erwachsene Tiere einschließlich Zuchttiere zu Hause. Pro Jahr kommen 30 bis 40 Tiere als Nachzuchten hinzu, die für den Verkauf oder Tausch bestimmt sind“, erläutert er.

Im P-Seminar sollen auch Kooperationen mit Grundschulen oder dem Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ) der Schule am Martinsberg ausgebaut werden. Um die Fortschritte des Projekts zu dokumentieren, hat das P-Seminar einen Blog auf der Homepage der Schule eingerichtet. Es gibt auch bereits einen nächsten interessanten Termin: ein professionelles Fotoshooting mit Insekten und Achatschnecken.

 

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