Netzausbau Bayernwerk: Umspannwerk näher nach Hof oder Arzberg

Jürgen Umlauft , aktualisiert am 01.10.2026 - 16:26 Uhr

Es gibt massive Proteste gegen das geplante Umspannwerk bei Marktleuthen. Ob das der beste Standort ist, bezweifelt aber der Stromnetzbetreiber.

Das bei Kirchenlamitz/Marktleuthen geplante Umspannwerk soll viermal so groß werden wie das bei Mechlenreuth (Bild). Foto: Frank Wunderatsch

Der Stromnetzbetreiber Bayernwerk hält den Bau eines großen Umspannwerks im Osten Oberfrankens für erforderlich – hat aber Zweifel an dem heftig umstrittenen Standort im Raum Marktleuthen/Kirchenlamitz.

Nach der Werbung weiterlesen

Bayernwerk sieht Kuppel-Bedarf

„Wir sehen zusätzlichen Kuppelbedarf zum Tennet-Netz“, sagte der Leiter des Bayernwerk-Vorstandsbüros, Andreas Kießling, im Rahmen einer Landtagsanhörung zur Energiepolitik. Der Netzbetreiber Tennet plant im Raum Marktleuthen/Kirchenlamitz (Landkreis Wunsiedel) auf einer Fläche von rund 25 Hektar ein neues Umspannwerk. Das Bayernwerk hält diesen Standort aus seiner Sicht aber nicht für optimal.

„Wir sehen den Bedarf eher weiter im Norden bei Hof oder weiter südlich bei Arzberg“, meinte Kießling auf die Nachfrage des Abgeordneten Rainer Ludwig (Freie Wähler).

Ein modernes Umspannwerk sei nötig, um die künftige Stromversorgung in der Region abzusichern. Es schaffe neue Kapazitäten und die Voraussetzungen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung, erklärte Kießling.

Das Thema Umspannwerk bewegt seit Wochen die Menschen im Fichtelgebirge. Unsere gesamte Berichterstattung dazu finden Sie in dem Dossier „Geplantes Umspannwerk Marktleuthen Kirchenlamitz“