Eine Komödie über Sex - und über Vertrauen
Auch die intimen Szenen inszeniert die Regisseurin zurückhaltend. Die Kamera macht den weiblichen Körper nicht zum Schauobjekt, sondern konzentriert sich auf die Emotionen der Figuren. Sexualität erscheint nicht als spektakuläres Ereignis, sondern als Teil einer persönlichen Entwicklung. Die Komik entsteht vor allem aus Missverständnissen, Verlegenheit und den unbeholfenen Versuchen eines Paares, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.
Getragen wird der Film von seinen Hauptdarstellern. Alexandra Lamy ("Die Camino-Therapie - Finde deinen Weg") spielt Fanny mit natürlicher Leichtigkeit und vermittelt glaubwürdig die Entwicklung ihrer Figur von Frustration und Selbstzweifeln hin zu neuem Selbstbewusstsein. François Cluzet ("Ziemlich beste Freunde") überzeugt als zunächst verletzter Ehemann, der lernen muss, seinen Stolz zu überwinden und zuzuhören.
"Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust" (Originaltitel "Pour le plaisir") ist eine charmante Komödie über Sex - und vor allem über Liebe und Vertrauen. Der Film unterhält, regt aber zugleich dazu an, über Intimität, Wünsche und Kommunikation in Beziehungen nachzudenken.