Wenn die Sonne innehält
Die drei Protagonisten des Films basierten auf Menschen und Konstellationen, denen sie an bestimmten Punkten ihres Lebens begegnet sei, sagte Wollner dem US-Magazin "The Hollywood Reporter". Sie seien aber eher "Nachbilder" dieser Menschen, die ein Eigenleben entwickelt hätten und denen sie hätte folgen müssen.
Interessiert habe sie die Frage, wie die Sonne nach so einer Tragödie wie im Film einfach weiter scheinen könne, also die Gleichgültigkeit des Universums. Man könne doch meinen, nach solch einem Vorfall solle die Welt doch so viel Anstand haben, stillzustehen. "Die Sonne hängt einfach weiter am Himmel und strahlt in schlichter, ahnungsloser Unschuld, als hätte sich nichts geändert, als wäre nichts geschehen."
Und doch lässt Wollner die Sonne am Endes des Films am Himmel einfach stehen und nicht untergehen. Sie wirkt mit ihrer eckigen Form wie aus einem Videospiel entsprungen. Zumindest in "Everytime" scheint das Universum also dann doch innezuhalten.