Issigau - Wer die Hufschmiede betritt, fühlt sich beim Blick auf die Lichtschalter gleich links von der großen Türe in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt. Schwarze klobige Lichtschalter aus Bakelit, die nicht zum Kippen sind, sondern zum Drehen, die Elektroleitungen noch auf dem Putz. Im vorderen Teil der Hufschmiede sind an der Wand noch die Raufen für Heu angebracht, damit sich die Tiere, während sie fressen, beim Beschlagen ruhig verhielten. „Die Raufen sind höher befestigt, da die Ackergäule eine andere Schulterhöhe hatten“, erklärt Michael Hager und zeigt auch auf den eingezogenen Holzbalken quer durch den Raum. „Der war fürs Beschlagen der Ochsen ein wichtiges Utensil, da diese im Gegensatz zu den Pferden ihre Beine nicht anheben und deshalb jedes Bein einzeln hochgebunden werden musste“, berichtet Hager.
Neu saniert Die Schmiede – Zeugin einer alten Welt
Sandra Hüttner 17.08.2021 - 14:05 Uhr