Neue Baustelle in Selb Vorarbeiten für Goethe-Platz beginnen

Am heutigen Dienstag beginnen die Abwasserbetriebe Selb mit den Vorarbeiten für den Bau des Kreisverkehrs auf dem Goetheplatz. Rot gekennzeichnet ist die Baustelle in der Bahnhofstraße. Der Verkehr wird mit einer Ampel daran vorbeigeleitet. Foto: Stadt Selb/Peter Kertzscher

Es wird nicht leichter für die Autofahrer in Selb: In der Bahnhofstraße starten die Vorarbeiten für Kreisverkehr. Der Albert-Pausch-Ring wird zwischen Bahnhof und Netto-Markt zur Einbahnstraße.

Selb - Brauchten Autofahrer in Selb bislang schon gute Nerven, müssen sie sich ab dem morgigen Dienstag auf eine weitere Baustelle einrichten: Dann beginnen die Abwasserbetriebe Selb (AWS) mit den Vorbereitungen für den Bau des Kreisverkehrs auf dem Goetheplatz. Für die notwendigen Kanalbaumaßnahmen wird die Bahnhofstraße halbseitig gesperrt, der Verkehr wird mit einer Ampel an der Baustelle vorbeigeleitet.

Außerdem wird ein Teil des Albert-Pausch-Rings – nämlich zwischen der Einmündung in den Goetheplatz und der Einfahrt zum Netto-Markt – bis voraussichtlich Mitte Dezember zur Einbahnstraße, ist also nur noch befahrbar in Richtung Rapa.

Vielitzer Straße offen

Dafür ist die Vielitzer Straße vorbei am Outlet-Center wieder in beiden Richtungen offen. Der Verkehr aus Richtung Krankenhaus/E-Center kann also über die Vielitzer Straße und die Heinestraße in die Innenstadt beziehungsweise Richtung Bahnhof fahren. Allerdings bleibt der Marienplatz weiterhin gesperrt (siehe Kasten).

Bei einem Pressegespräch am Montagvormittag stellten Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, der ESM-Geschäftsführer und AWS-Werkleiter Klaus Burkhardt, der technische Leiter der ESM, Andi Sprenger, Bauamtsleiter Helmut Resch, Martin Huhnt vom Bauamt und Nicole Abraham, Haupt- und Rechtsamtsleiterin, das Projekt und den Ablauf vor. Wie Pötzsch und Burkhardt erläuterten, sind die jetzt beginnenden Arbeiten die Vorbereitung für den Bau des Kreisverkehrs vor dem Bahnhof. Demnach sind drei Bauabschnitte vorgesehen:

1. Bauabschnitt:

Die Bahnhofstraße wird vom 9. bis 22. November halbseitig gesperrt – und zwar auf der Seite der Post beziehungsweise des Parks. Der Verkehr aus beiden Richtungen wird mit einer Ampel an der Baustelle vorbeigeleitet. Die eine Ampel steht auf Höhe der Post, die andere vor dem Zebrastreifen am Bahnhof.

2. Bauabschnitt:

Vom 22. November bis 3. Dezember werden die Arbeiten an der Einmündung der Bahnhofstraße in den Goe-theplatz fortgesetzt. Die Baustelle soll nach den Worten von Pötzsch und Burkhardt immer so gestaltet sein, dass der Verkehr vorbeigeleitet werden kann. „Die Straße wird immer einseitig befahrbar sein. Es wird keine Vollsperrung geben“, sagte Pötzsch.

3. Bauabschnitt:

Dieser letzte Abschnitt vom 3. bis 17. Dezember befindet sich dann oberhalb des Goetheplatzes auf dem Vorplatz und den Grünflächen des Bahnhofes.

Damit verbunden ist die Ausweisung des Albert-Pausch-Ringes zwischen Bahnhof und Netto-Einfahrt in Richtung Rapa als Einbahnstraße – und zwar ebenfalls bis etwa Mitte Dezember. Wie Nicole Abraham versicherte, wird es trotz der Bauarbeiten keine Einschränkungen des Busverkehrs geben. Auch die Zufahrt zum Netto-Markt selbst sei immer möglich.

Städtebaulich wichtig

All dies sind aber nur die Vorarbeiten für den Bau des Kreisverkehrs selbst. Wie Oberbürgermeister Pötzsch sagte, gehe es darum, Selb für die Zukunft und ein größeres Verkehrsaufkommen auszurichten, etwa wegen der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen, aber auch der Planungen für autonomes Fahren. „Wir brauchen ein System, das dem Verkehr dienen kann.“ Dazu gehöre es auch, die Stadteingänge aufzuwerten und funktional zu gestalten. Die gesamte Planung sei städtebaulich und entwicklungstechnisch wichtig. Die jetzige Vorgehensweise sei mit allen Beteiligten abgestimmt, die Verkehrsführung sei auch mit der Polizei besprochen. „Wir sind in engem Austausch und gut abgestimmt, um den Straßenverkehr so gut wie möglich zu organisieren.“ Allerdings brauche es in dem ganzen Prozess auch Kompromisse von allen Beteiligten. Pötzsch machte auch keinen Hehl daraus, dass bei den Verkehrsteilnehmern und Bürgern Flexibilität gefragt sei. Er dankte den Selberinnen und Selbern ausdrücklich für die Akzeptanz der bisherigen Maßnahmen. Auch sei man offen für Anregungen und Hinweise aus der Bevölkerung .

Nachdem seit Montag die Weißenbacher Straße, also die Ortseinfahrt am Krankenhaus gesperrt ist, sind die Verkehrsströme aus dieser Richtung relativ klein. Bei den Arbeiten des Straßenbauamtes werden laut Martin Huhnt auch schon die Leerrohre für die an der Aldi-Kreuzung vorgesehen Ampel verlegt.

Marienplatz weiter geschlossen
Die größte Straßenbaumaßnahme in der jüngeren Geschichte der Stadt Selb, der Marienplatz, bleibt weiterhin für den Verkehr geschlossen. Nach Aussage von OB Ulrich Pötzsch und Martin Huhnt, Leiter der Tiefbauabteilung II, könne man derzeit noch kein Öffnungsdatum nennen. Laut Pötzsch war der Bau eine große Herausforderung, bei der es fast täglich neue Probleme zu bewältigen galt. Dazu gehörten nach seinen Worten Überraschungen im Untergrund, Hausabbrüche, aber auch der Erwerb von Grundstücken. Inzwischen sei der Straßenbau schon weit fortgeschritten. Was noch fehle seien die Pflasterung der Gehwege und die Auffüllung der Verkehrsinsel in der Mitte sowie die technischen Einrichtungen und die Markierungen. Das Material sei bestellt, die Fertigstellung hänge nun vor allem vom Wetter ab. „Unser Ziel ist es aber, den Marienplatz so früh wie möglich wieder freizugeben.“ Für die jetzt anlaufenden Bauarbeiten in der Bahnhofstraße sei die Öffnung aber nicht notwendig. Ebenfalls noch nicht freigegeben ist die Christoph-Krautheim-Straße nach Selb-Plößberg. Wie Martin Huhnt versicherte, sollen heuer noch sämtliche Asphaltschichten auf die Fahrbahn aufgebracht werden. Auch einer der Gehwege soll offen sein. Problematisch bei dieser Baumaßnahme sei die querende Ferngasleitung sowie die Abwasserableitung.

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