Der Grünen-Europaparlamentarier Sven Giegold erklärte auf Twitter: "Ein bitterer Personalvorschlag! #VonderLeyen ist keine Spitzenkandidatin und zu Hause läuft noch ein Untersuchungsausschuss wegen nicht ordnungsgemäßer Vergabe von Beraterverträgen. Europa verdient etwas Besseres!"
Im Europaparlament werde es schwer, sagte der noch bis Oktober amtierende Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Das Spitzenkandidatenprinzip habe einen Knacks bekommen. Merkel sagte, es solle ein neues Verfahren mit dem EU-Parlament besprochen werden, damit es nicht wieder zu einer solch misslichen Situation komme.
Die Wahl könnte in der Woche ab dem 15. Juli über die Bühne gehen. Sollte das Europaparlament von der Leyen nicht wählen, müsste der Rat der Staats- und Regierungschefs einen neuen Vorschlag unterbreiten. Das Europaparlament wollte schon am Mittwoch seinen Präsidenten wählen. Die Grüne Ska Keller hatte ihre Kandidatur bereits angekündigt.
Schnappschüsse und Autogramm: Berlusconi im Europaparlament Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi steht wieder auf der politischen Bühne - und hat sich bei seinem Einzug ins Europaparlament mit seiner Bekanntheit gerühmt. «Viele Abgeordnetenkollegen haben ein Foto mit mir machen wollen. Danke für die Aufnahme!», twitterte der skandalumwitterte 82-Jährige, als das neue Parlament erstmals zusammenkam. Dazu postete der Multimillionär Bilder, auf denen er vor Kameras posierte und ein Autogramm auf einem Trikot seines ehemaligen Fußballclubs AC Mailand gab. Berlusconi war bei der Europawahl als Spitzenkandidat seiner konservativen Forza Italia angetreten. Jahre nach einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung durfte er wieder für politische Ämter kandidieren.