Wenn Adolf Reinel von gerissenen Tieren erfährt, ist es bislang immer zu spät gewesen für eine genetische Überprüfung. Die toten Tiere waren schon zu lang gelegen. Damit ist derzeit noch kein belastbarer Beweis für Wölfe im Landkreis Kulmbach erbracht. Trotzdem ist Wolfsbeauftragter Reinel aus Himmelkron überzeugt: Schon längst ziehen Wölfe auch durchs Kulmbacher Land. Er hält es sogar für möglich, dass zumindest ein einzelnes Tier sich schon länger in der Region aufhält. Auch wenn die endgültigen Beweise fehlen: Reinel ist überzeugt, dass ein Schaf, das Ende Juli aus der Herde von Dominik Seiferth in Kupferberg gerissen wurde, ebenso einem Wolf zum Opfer gefallen ist wie auch ein Reh, das ihm wenig später aus der Bad Bernecker Gegend gemeldet worden ist. Und aus der Stadtsteinacher Region sei ihm die Sichtung eines Wolfs gemeldet worden, sagt er. Aus dem Limmersdorfer Forst gibt es Fotos von Spuren, die auf einen Wolf hindeuten. Nicht nur Reinel ist sich sicher, dass die „großen Beutegreifer“, wie sie unter Fachleuten auch genannt werden, um Kulmbach natürlich keinen Bogen machen. Der Frankenwald oder auch der Limmersdorfer Forst bieten genügend Schutz und Lebensraum für die Wölfe, die gar nicht so weit entfernt von Kulmbach längst sogar in Rudeln eine feste Heimat gefunden haben. Im Veldensteiner Forst etwa oder auch bei Grafenwöhr gelten Rudel als standorttreu.
Neue Spuren Immer mehr Anzeichen für Wölfe im Kulmbacher Land
Melitta Burger 09.09.2024 - 17:00 Uhr