Neuenmarkt/Wirsberg Crash auf B 303: Frau zeigt den Stinkefinger

Die Kreuzung an der B 303 zwischen Neuenmarkt und Wirsberg wird immer mehr zum Problemfall. Als wäre der Unfall nicht genug, muss sich ein Feuerwehrler noch beleidigen lassen.

Neuenmarkt/Wirsberg - Die schlechten Nachrichten in Sachen Kreuzung an der B 303 zwischen Neuenmarkt und Wirsberg reißen nicht ab. Wie bereits mehrfach in der jüngsten Vergangenheit, kam es am Wochenende erneut zu einem schlimmen Unfall.

Die Bilanz vom Samstagmittag: Ein mittelschwer verletzter Autofahrer, zwei beschädigte Autos und eine defekte Ampel. Ein 42-Jähriger hatte von Ludwigschorgast aus kommend an der Kreuzung nach links in Richtung Wirsberg abbiegen wollen. Dabei übersah er den Audi eines 73-Jährigen, der ihm entgegenkam. Letzterer wurde durch die Wucht des Aufpralls von der Straße geschleudert und prallte gegen den Mast einer Ampelanlage. Der Mann musste mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Beide Unfallfahrzeuge wurden von Abschleppdiensten geborgen. Der Sachschaden liegt bei mindestens 30 000 Euro.

Weil Öl auslief und ins Erdreich sickerte, verständigten die Beamten der Polizei Stadtsteinach das Landratsamt. Ein Verantwortlicher der Behörde ordnete den Abtrag des verunreinigten Erdreichs an. Während der Unfallaufnahme sperrten die Feuerwehren Wirsberg, Neufang, Neuenmarkt und Hegnabrunn die Stelle ab und leiteten den Verkehr um.

Eine 50-jährige Opel-Fahrerin zeigte sich damit nicht einverstanden. Als ein Feuerwehrmann sie anwies, zu wenden, zeigte diese ihm nach Angaben der Polizei Stinkefinger und "Scheibenwischer". Die Frau muss nun mit einem Strafverfahren wegen Beleidigung rechnen. Erst gegen 14.30 Uhr konnten die Polizei den Verkehr wieder freigeben. Auf den Verursacher wartet nun ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Die Untere Verkehrsbehörde und auch das Staatliche Bauamt hatten auf die letzten Unfälle reagiert und vor wenigen Tagen eigene Linksabbiege-Ampeln aus beiden Richtungen installieren lassen. Die Arbeiten waren aber noch nicht abgeschlossen und die Ampeln noch nicht in Betrieb.

 
 

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