Neuer Kalender Mit Helmut Drexler durch das Jahr

Rainer Kropf, Vorsitzender des Stiftungsrates der Helmut-und-Käthe-Drexler-Stiftung, mit dem jetzt erschienenen Kalender. Im Hintergrund eines der Werke Drexlers, das auch als Kalenderblattmotiv zu finden ist. Foto: /Andreas Godawa/Archiv

Die Helmut-und-Käthe-Drexler-Stiftung präsentiert einen immerwährenden Kalender. Er soll an das Werk des großen Porzellankünstlers erinnern und sein Wirken lebendig halten.

Die Porzellankunstwerke von Helmut Drexler sind fantasievoll, beeindruckend, komplex und klar zugleich. Und sie sind umgeben von Magie, denn bis heute hat es niemand mehr geschafft, so kunstvoll mit dem Werkstoff Porzellan umzugehen. Das Werk und das Wirken des großen oberfränkischen Meisters will der Stiftungsrat der Helmut-und-Käthe-Drexler-Stiftung nicht nur bewahren, sondern ganz im Sinne des 2016 verstorbenen Selbers weiter bekannt machen. Dazu hat die gemeinnützige, öffentlich-rechtliche Stiftung, die Drexler übrigens zusammen mit seiner Frau 2007 selbst gegründet hat, jetzt einen Kalender herausgegeben, in dem exemplarisch Ausschnitte und Details von Drexlers Bildern zu sehen sind.

Aushängeschild

„Helmut Drexlers Wirken war und ist ein Aushängeschild für künstlerisch gestaltetes Porzellan“, sagt Rainer Kropf, Vorsitzender des Stiftungsrates. Ihm und seinen Mitstreitern ist wichtig, den 1927 in der Porzellanstadt Selb geborenen Künstler weiteren Kreisen bekannt zu machen und sie für sein Werk zu begeistern. Aus diesem Grund habe man sich entschlossen, einen immerwährenden Kalender aufzulegen, der die außerordentliche Kunstfertigkeit ebenso wiedergibt wie die Komplexität des Materials.

So finden sich dann auch dem jeweiligen Monat angepasste Motive, die das Credo des Ausnahmekünstlers erkennen lassen. Mit „stille Brillanz“ hatte der seine prachtvollen Arbeiten auf Porzellan einmal selbst beschrieben. Und so wird auch das Motto des Kalenders verständlich: Inspiration und Kontemplation für zwölf Monate.

Zurückhaltend und freundlich

Die Auswahl spiegelt auch ein gutes Stück von Drexlers Person wider. In Selb war der Designer als zurückhaltend und freundlich bekannt, als jemand, der seine Werke lieber verschenkte als verkaufte. Zudem vergaß er nie, dass seine Mitarbeiter für die Produktion seiner Werke unabdingbar waren.

Die eindrucksvollen Fotos haben Antonia und Alexander Feig gemacht. „Wir haben Wert darauf gelegt, dass die Detailaufnahmen auch immer zur Stimmung des jeweiligen Monats passen“, sagt Kropf. Wichtig ist Kropf auch, dass die Stiftung an dem Kalender nichts verdient – wie übrigens auch alle Mitglieder des Stiftungsrates ehrenamtlich arbeiten. Angeboten wird der Kalender in der Tourist-Info der Stadt Selb in der Ludwigstraße und im Porzellanikon. Und das mit gutem Grund: Sowohl in den beiden Porzellanikon-Standorten Selb und Hohenberg als auch im Selber Rathaus und im Rosenthal-Theater sind Bilder von Drexler zu sehen. „So können sich die Besucher auch etwas von Helmut Drexler mit nach Hause nehmen.“ Weitere Werke hängen übrigens im Hotel und im Restaurant der Siebenquell-Therme in Weißenstadt.

Der Drexler-Kalender ist in einer Auflage von 500 Stück erschienen und kostet 17,85 Euro.

Helmut Drexler

Porzellankünstler
Der 1927 in Selb geborene Drexler absolvierte 1942 eine Lehre als Porzellanmaler bei der Firma Rosenthal und wurde nach Krieg und Gefangenschaft 1957 Meister in der Malerei und 1964 Obermeister in der Kunstabteilung. 1970 wird er Dekorbetriebsleiter und Designer, ehe er 1990 auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet und sein eigenes Atelier bezieht.

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