Im Kalten Krieg gab es eine Forschungsrichtung, die zwar wichtig war, aber kaum wissenschaftlichen Standards entsprach. Man nannte sie spöttisch „Kreml-Astrologie“. Damals zerbrachen sich westliche Geheimdienstler, Militärs und Politiker den Kopf darüber, was in sowjetischen Führungszirkeln vor sich ging und welche Pläne es dort gab. Diese Form der fundierten Spekulation ist wieder aktuell, spätestens seit Russland die Ukraine angreift. Man versucht zu verstehen, wie die Führung im Kreml tickt – oder genauer: was Wladimir Putin denkt. Fühlt er sich bedrängt oder arbeitet er offensiv daran, das russische Imperium auszudehnen?
Neuer Wehrdienst Abschreckung sieht anders aus
Tobias Heimbach 16.11.2025 - 14:56 Uhr