Interesse an Klimaschutz lässt seit Jahren nach
In der Tat hat sich seit 2022 vieles verändert. Das Thema Klimaschutz hat in den vergangenen Jahren nach der Corona-Krise, wegen Kriegen und der schlechten Wirtschaftslage massiv an gesellschaftlicher Relevanz und an Akzeptanz eingebüßt. Wurde es damals noch infolge von Unwetterkatastrophen mit Hochwasser und Dürre als eine der größten Sorgen vieler Menschen verortet, liegt der Klimaschutz nun hinter anderen Zukunftsängsten.
CSU und Freie Wähler ordnen derzeit in ihrer Politik alles dem Ziel unter, die Wirtschaft wieder ans Laufen zu bekommen. Ohne funktionierende Wirtschaft gebe es überhaupt keinen Klimaschutz, so Herrmann. Anfang 2025 warf Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) Kritikern des verschobenen Klimaschutzziels gar "Scheinaufregung" und "Scheinschockierung" vor.
Das Paradoxe dabei ist, dass laut Experten die Folgen eines unzureichenden Klimaschutzes am Ende Gesellschaft wie Wirtschaft deutlich härter treffen und auch die Kosten ungleich höher ausfallen werden.
Studien belegen seit Jahren unzureichenden Klimaschutz
Auch wenn in Bayern in den vergangenen Jahren viele Dinge geschehen sind, um das Klima besser zu schützen, zeigen Studien seit Jahren, dass die vollzogenen Anstrengungen nicht ausreichen, um die Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. So kam erst im März das Jahresgutachten des Basler Prognoseinstituts einmal mehr zu dem Schluss, dass der Ausbau der Stromnetze wie auch der erneuerbaren Energien in Bayern viel zu langsam vorangeht.
Nachdem der jährliche Klimabericht der Staatsregierung zwischenzeitlich abgeschafft wurde, soll bis zum Sommer ein "Klimadashboard" im Netz Daten zur Umsetzung des Klimaschutzes liefern.