Neujahrsempfang Selb Stadt ehrt verdiente Bürger

Beim Eintrag ins Goldene Buch (von links): Sigrid und Hans-Peter Goritzka, Ulrich Pötzsch, Elisabeth und Werner Gebhardt (sitzend), Angelika Mack-Resch und Helmut Resch, dahinter dritter Bürgermeister Klaus von Stetten, Rainer Pohl und Roswitha Ludwig sowie (dahinter) zweiter Bürgermeister Carsten Hentschel. Foto:  

Werner Gebhardt, Helmut Resch, Hans-Peter Goritzka und Rainer Pohl heiße die Geehrten. Jeder hat das Leben in der Stadt Selb auf seine Weise geprägt.

Der Neujahrsempfang im Rosenthal-Theater bietet der Stadt Selb den würdigen Rahmen, um sich bei verdienten Bürgern erkenntlich zu zeigen. In diesem Jahr wurden Werner Gebhardt, Helmut Resch, Hans-Peter Goritzka und Rainer Pohl mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Jeder der Geehrten bekommt – so will es die Tradition in der Porzellanstadt – eine Urkunde aus „Weißem Gold“. Für deren Herstellung zeichnet seit dem vergangenen Jahr nicht mehr Reinhard Wiedebeck verantwortlich, sondern die Designmanufaktur Voigt.

Werner Gebhardt

Seit frühen Jahren sei Werner Gebhardt ehrenamtlich engagiert, sagte der Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und nannte einige Stationen und Positionen Gebhardts: Jugendleiter beim VER, Stadionsprecher und Verantwortlicher für die Stadionzeitung, Mitglied im Forum „Selb erleben“, dem Lions Club, dem Spielmanns- und Fanfarenzug, im Förderkreis der Musikschule, im Kuratorium des Fördervereins des Porzellanikons sowie bei BRK und IHK. „Als Vorstandsmitglied bei Vishay hat Werner Gebhardt den Standort Selb mit geprägt und gefördert“, sagte der Oberbürgermeister.

Helmut Resch

Knapp 30 Jahre stand Helmut Resch im Dienst der Stadt, 26 Jahre als Leiter des Stadtbauamts. Außerdem hatte er den Posten des Geschäftsführers des Selb-Werks inne. „Helmut Resch hat die Entwicklung der Stadt maßgeblich vorangebracht“, so Pötzsch. Resch habe mit vielen Ideen und Mut neues ausprobiert. In seiner Amtszeit seien Bauten entstanden, die europaweit für Aufsehen gesorgt und Preise gewonnen hätten. „Helmut Reschs Wirken ist in allen teilen der Stadt Selb erkennbar“, sagte Pötzsch.

Hans-Peter Goritzka

Mit Hans-Peter Goritzka wurde ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter der Stadt ausgezeichnet. Seit 1978 im Dienste der Stadt, wechselte er nach einem Jahr im Ordnungsamt in den Sachbereich Kultur. Seit 1993 leitete er das Kulturamt, wobei eine Mammutaufgabe die Leitung des Rosenthal-Theaters gewesen sei, sagte Pötzsch. Denn der Theaterbetrieb sei auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zu stemmen gewesen. „Das Theater war sein Wohnzimmer. Und es wird immer mit dem Namen Hans-Peter Goritzka verbunden sein.“

Rainer Pohl

Rainer Pohl, so sagte Pötzsch, verstehe das Thema „Ruhestand“ ganz anders als die meisten Menschen. „Er hat sich schon in jungen Jahren entschieden, soziale Verantwortung zu übernehmen.“ Pohl stieg bereits 1966 in die Jugend- und Azubivertretung bei Netzsch ein, war später unter anderem ehrenamtlicher Arbeits- und Sozialrichter und Mitglied des Bezirksvorstands der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen. Als Rainer Pohl den Vorsitz der Arbeiterwohlfahrt in Selb übernommen hatte, wurde das soziale Angebot deutlich ausgebaut. Pötzsch nannte die Nachmittagsbetreuung für Schüler und die Erweiterung des Kindergartens auf der Kappel, die seine Handschrift tragen.

Die Geehrten bedankten sich für die Auszeichnung, dankten Kollegen und vor allem den Familien, die sie viele Tage in der Woche entbehren mussten und noch immer müssen. Gemeinsam trugen sich Gebhardt, Resch, Goritzka und Pohl ins Goldene Buch der Stadt ein. Die Seite wurde wieder von Erwin Badmüller gestaltet.

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