Neuzugang für FFC Hof Raithel kommt für Schmidt

Lena Raithel (links) soll Annika Schmidt (rechts) ersetzen. Foto: /Verein/Niklas vom Ende

Der FFC Hof reagiert auf den Abgang seiner Stürmerin Annika Schmidt. Lena Raithel geht für den Fußball-Regionalligisten ab der Rückrunde auf Torejagd.

Lena Raithel trägt ab der Rückrunde das Trikot von Regionalliga-Aufsteiger FFC Hof. Die 27-Jährige wechselt vom Kreisligisten SV Froschbachtal ins Stadion an der Ossecker Straße und soll den Abgang von Annika Schmidt kompensieren.

Dass die Topstürmerin den Verein verlässt, ist ein Verlust für den Drittligisten aus Hof. Doch es stand schon geraume Zeit vor der Winterpause fest, dass es die zuletzt in Bayreuth lebende Schmidt zurück in ihre baden-württembergische Heimat zieht. „Das ist keine Entscheidung gegen den FFC, sondern für Familie und Freunde“, hatte Schmidt betont, die aus früherer Zeit auch über Erst- und Zweitligaerfahrung verfügte. Zuletzt spielte sie für den Bezirksligisten USC Bayreuth, ehe sie im Sommer für die erste Halbserie in die Regionalliga Süd nach Hof wechselte. Nach Anlaufschwierigkeiten war Schmidt zuletzt immer besser in Tritt gekommen, harmonierte mit Sturmpartnerin Isabell Kastner und erzielte mit fünf Toren die meisten Treffer für den FFC in Liga drei.

Auf der Suche nach Ersatz ist der Verein jetzt in der Region fündig geworden. Die bezirksligaerfahrene Lena Raithel ist vom Typ her eine ähnliche Spielerin – schnell, athletisch und sie weiß, wo das Tor steht. In der laufenden Saison erzielte die Angreiferin 13 Treffer in neun Spielen für den SV Froschbachtal und ist damit die mit Abstand führende Torjägerin der Kreisliga Ost.

Zweifelsohne ist der Sprung in die fünf Klassen höhere Regionalliga enorm. Doch die Verantwortlichen des FFC Hof hatten zuletzt regelmäßig ein gutes Händchen, was Verstärkung mit Spielerinnen aus niederen Ligen betrifft. Die Sommer-Neuzugänge Laura Eller und Jana-Maria Koller (beide Landesliga) und Marie Baumgärtner (Bezirksliga) sind Beleg dafür, dass regional Talente schlummern, die das Zeug haben, in Liga drei aufzulaufen. Zweifelsohne wird sich Raithel an das andere Tempo und die Athletik erst gewöhnen müssen. Das wichtigste Merkmal – Torinstinkt – bringt sie, bei mindestens 20 Treffern in den zurückliegenden Spielzeiten, ganz offensichtlich mit. „Immerhin steht das Tor in der Regionalliga auch dort, wo es in der Kreisliga steht“, gibt sich die Bad Stebenerin selbstbewusst.

Früheren Interessensbekundungen von höherklassigen Vereinen hatte sie bislang immer einen Korb gegeben. „Entscheidend war tatsächlich das Timing des Kontaktes der Hofer. In den letzten Jahren musste ich wegen Studium und Job immer zwischen Nürnberg, Erlangen und meiner Heimat pendeln“, so die Bad Stebenerin. „Doch wenn ich noch einmal höherklassig spielen möchte, dann sollte ich das jetzt tun.“

Raithel ist ab sofort für den FFC Hof spielberechtigt, kann also die komplette Wintervorbereitung mit dem Team absolvieren. Auch ist sie dankbar, dass ihr von Froschbachtaler Seite keine Steine in den Weg gelegt wurden. Der SV 05 bleibt für sie immer auch ein Herzensverein. „Wie sehr mir Froschbachtal in den letzten 14 Jahren ans Herz gewachsen ist, wissen alle. Ich bin mir sicher, dass die Mädels ihren Weg gehen werden, denn in ihnen steckt richtig viel Potenzial.“

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