News Es kribbelt schon

Es kribbelt schon Quelle: Unbekannt

So langsam aber sicher geht es wieder los, das Kribbeln und die Unruhe. In einem Monat, ja in einem (!) Monat, eröffnen wir die 52. Internationalen Hofer Filmtage. Doch stop! Jetzt ist genau der richtige Moment, um innezuhalten.

Ich habe Bilder von meinem ersten vollen Jahr "Home of Films" mit vielen irren Momenten und schönen Begegnungen im Kopf. Da ist die letzte abmoderierte Vorführung 2017, dann geht das Licht im wahrsten Sinne des Wortes aus. Danach brauchte es erst mal eine ordentliche Mütze Schlaf, bevor ich den 'An-Schalter' wieder gefunden habe (ich gebe zu, dass das ein wenig gedauert hat). Drück ich wieder drauf, scheint es strahlend hell: nach dem Festival ist vor dem Festival. Los geht's. Regisseure, Produzenten, Verleiher, Förderer und Sponsoren treffen. Was gibt es für interessante neue Filmprojekte? Welche filmpolitischen Themen sind aktuell? Was gibt es an Ideen für die Filmtage? Im Dezember 2017 starteten wir die neue Serie "Hof Filmtage Rendezvous - wir machen's noch einmal" und zeigen Filme vergangener Festivals in Anwesenheit der Regisseure. Die Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken (VGF) entschied, dass die Verleihung ihres Nachwuchsproduzentenpreises, mit 60 000 Euro der höchst dotierte seiner Art in Deutschland, in Hof stattfindet.

Im April luden wir den ersten Film zu den 52. Filmtagen ein - den Titel sage ich noch nicht, denn es soll ja noch ein wenig spannend bleiben. Aber so viel kann ich verraten, es geht um Marvin - und Marvin ist weg. Schauen mir mal, ob wir ihn finden.

Bevor wir aber das Suchen anfangen, gibt es noch eine unfassbare Neuigkeit. Der Hofer Goldpreis der Friedrich-Baur-Stiftung wird für die beste Regieleistung bei einem ersten Langspielfilm durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste in memoriam Heinz Badewitz vergeben. Dies ist ein Goldbarren, der ein Kilogramm wiegt. Da muss ich mich erst mal kneifen. Das sind zwei tolle Preise, die zu den bisherigen dazukommen.

Und ich freue mich mega auf den Eröffnungsfilm: Anca Miruna Lazarescus "Glück ist was für Weicheier" ist eine Familiengeschichte der besonderen Art. Sehr emotional, großartiges Kino. Langsam aber sicher werde ich selber immer gespannter, wie es wird.

Am morgigen Sonntag um 12.30 Uhr blicken wir noch einmal mit dem Film "Zwischen Sommer und Herbst" mit Regisseur Daniel Manns zurück auf die jüngsten Filmtage zurück und schwingen uns schon mal auf die kommenden ein. Gerne sehen wir uns im Kino.

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Thorsten Schaumann ist künstlerischer Leiter der Internationalen Hofer Filmtage. An dieser Stelle beschreibt er an jedem Festival-Tag seine Eindrücke.

 

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