Die Landtags-Grünen forderten die bayerische Staatsregierung auf, sich mit allen Mitteln für mehr Sicherheit für die Castorhallen einzusetzen und die Endlager-Suche voranzutreiben. „Denn die Zwischenlager, die ursprünglich für nur 40 Jahre geplant und genehmigt wurden, werden wohl mindestens 80 bis 100 Jahre oder noch länger gebraucht werden“, sagte der energiepolitische Sprecher Martin Stümpfig. Damit stiegen auch die Gefahren, etwa von Terrorangriffen, da sich die Waffen in den letzten Jahren und Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt hätten.
Zur Rücknahme des Atommülls verpflichtet
Bei dem Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufgearbeitet wurden. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zur Rücknahme der Atomabfälle völkerrechtlich verpflichtet.
Die Rückführung von Atommüll aus La Hague wurde den Angaben nach mit dem Transport von vier Castor-Behältern 2024 nach Philippsburg (Baden-Württemberg) beendet. Mehr als 100 Behälter waren zwischen 1995 und 2011 ins Zwischenlager in Gorleben (Niedersachsen) gebracht worden.
Aus der Aufarbeitungsanlage Sellafield müssen jetzt noch sieben weitere Castor-Behälter zurückgenommen werden, die in Brokdorf (Schleswig-Holstein) zwischengelagert werden - damit wird dann auch die Rücknahme von Atommüll aus Großbritannien abgeschlossen.