Niederbayern Grillkohle war vermutlich Ursache für Großbrand

Völlig vom Feuer zerstörte Häuser sind im Ortskern zu sehen. Foto: Armin Weigel/dpa

Ein Garagenbrand mit schweren Folgen: Mehr als 200 Einsatzkräfte kämpfen über Stunden gegen die Flammen, am Ende sind fünf Häuser zerstört. Und der Feuerwehrkommandant ist selbst betroffen.

 
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Hofkirchen (dpa/lby) - Noch nicht abgekühlte Grillkohle hat nach Erkenntnissen der Polizei den verheerenden Brand mit fünf zerstörten Häusern im niederbayerischen Hofkirchen bei Passau verursacht. Ein Anwohner habe diese in einer Mülltonne in einer Garage entsorgt und dadurch das Feuer ausgelöst, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Der Mann sei bereits befragt worden. Hinweise darauf, dass er den Brand vorsätzlich gelegt habe, gebe es nicht. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Das Feuer war am Ostermontag am frühen Morgen von der Garage auf fünf Mehrfamilienhäuser übergesprungen und hatte diese zerstört. Ein weiteres Anwesen wurde beschädigt. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand. Am Tag danach berichteten Anwohner und Anwohnerinnen teilweise, wie sie vom Lärm und den Feuerwehrsirenen wach wurden.

Mehr als 200 Einsatzkräfte kämpften über Stunden gegen die Flammen - darunter auch der Feuerwehrkommandant von Hofkirchen, Julian Binder, dessen Vater in einem der Häuser lebte. Dass dieser betroffen sei, habe er erst bei der Anfahrt mit dem Feuerwehrwagen gesehen, sagte er. "Im ersten Moment war ich schockiert, gleichzeitig aber auch froh, dass er schon heraus war aus dem Haus." Alle Bewohnerinnen und Bewohner hätten schon draußen gestanden, als die Feuerwehr eingetroffen sei. Sein Vater habe alles verloren, sagte Binder weiter. Aber wenn man sehe, was passiert sei, sei es ein Glück, dass es beim materiellen Schaden geblieben sei.

Nach ersten Schätzungen der Polizei liegt dieser bei mehr als einer Million Euro. Die fünf Häuser sind nicht mehr bewohnbar. Eins musste bereits abgerissen werden. Für die übrigen verhängte das Landratsamt ein Betretungsverbot. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind laut Binder für die nächsten Tage in einem Gasthaus untergekommen.

Die Gemeinde werde schauen, wie sie den Menschen helfen und Unterkünfte organisieren könne, sagte Bürgermeister Josef Kufner (CSU). Unsere Gedanken seien natürlich jetzt bei den Betroffenen, sagte er. Die Gemeinde gehe aktuell davon aus, dass zehn Anwohnerinnen und Anwohner betroffen seien.

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