Seinen Antrag, die Hallstraße umzubenennen, wo sich früher die jüdische Synagoge befand, hat der Stadtrat bekanntlich abgelehnt. Nun macht Etzel einen neuen Anlauf: Er beantragt, die Hohe Straße in ihrem Teil von der Kulmbacher Straße bis zur Abbiegung nach links in Höhe des Fleischzentrums in Wolf-Weil-Straße umzubenennen. Etzel betont, eine Wolf-Weil-Straße sollte in der Nähe einer jüdischen Einrichtung angesiedelt sein. Deshalb böte sich der besagte Teil der Hohen Straße an: "Die Straßen westlich und östlich des jüdischen Friedhofes wären dann nach herausragenden jüdischen Persönlichkeiten der Stadt Hof benannt. Auf dem jüdischen Friedhof in Hof, weit draußen am Stadtrand, gibt es eine große, eindrucksvolle Grab- und Gedenkstätte. Viele haben nie davon gehört. Sie erinnert mit einer Inschrift an jüdische Häftlinge des KZ-Außenlagers Helmbrechts: "Hier ruhen 149 unschuldig ermordete Juden." Ohne den Einsatz von Wolf Weil hätte es weder das Grab noch die Gedenkstätte gegeben. Weil war nach 1945 der erste Vorsitzende der israelischen Kultusgemeinde Hof und blieb dies bis zu seinem Tod 1988. Auch er war ein Opfer der verbrecherischen Politik des NS-Regimes und entkam nur um Haaresbreite. red