OB spricht von „großem Tag“ für Kulmbach Neue Plätze für Wohnmobile

Im Beisein zahlreicher Gäste übergab Oberbürgermeister Ingo Lehmann die neuen Wohnmobilstellplätze am Schwedensteg. Foto: /Werner Reißaus

Der Schwedensteg in Kulmbach ist vielen vor allem als Parkplatz für Autofahrer bekannt. Doch die Stadt will hier von einem Trend profitieren. Sie stellt deshalb nun insgesamt 60 Stellplätze für Wohnmobile bereit.

Kulmbach - Rechtzeitig vor der Tourismussaison hat die Stadt Kulmbach den Wohnmobilstellplatz am Schwedensteg erweitert. Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) nahm im Beisein zahlreicher Vertreter der Stadt und des Landkreises die Übergabe vor und zeigte sich dankbar, dass die Erweiterung zeitig beendet werden konnte. Die notwendigen Inzidenzwerte vorausgesetzt, werden beide Stellplätze am 21. Mai offiziell freigegeben. Stadtrat Stefan Schaffranek, der den ersten Stellplatz vor Jahren geschlagen hatte, freute sich: „Das ist eine tolle Geschichte!“

Die Übergabe bezeichnete OB Lehmann als einen großen Tag für die Stadt Kulmbach: „Dazu ist in der zurückliegenden Zeit lang und breit diskutiert worden.“ Schon vor der Pandemie habe es eine starke Zunahme von Urlaubsreisen in Deutschland gegeben. Insbesondere der Campingurlaub erlebe einen Boom; positiv betroffen sei davon auch der Stellplatz am Schwedensteg. Lehmann: „Die Pandemie hat diesen Trend noch verstärkt.“ Eine Folge sei gewesen, dass manchmal Wohnmobilisten sogar auf der normalen Parkplatzfläche in der Nähe des Stellplatzes stehen mussten. Deshalb wurde der Vorschlag des zweiten Bürgermeisters Frank Wilzok (CSU) sehr schnell aufgegriffen, die Wohnmobilstellplätze zu erweitern. Eine Erweiterung des bestehenden Platzes war aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht möglich, sodass eine zweite Fläche ausgewiesen wurde. Infrage kam hier der direkt an die Skaterbahn anschließende Bereich, der nach den Worten Lehmanns auch die regelmäßigen Veranstaltungen wie Flohmarkt und Volksfest) nicht beeinträchtigen werde.

Die Arbeiten wurden vom städtischen Bauhof ausgeführt, lediglich die Stromsäulen und die Einrichtungen für Wasserversorgung und Abwasser mussten angeschafft werden. Wie der Oberbürgermeister betonte, ist jetzt ein moderner Stellplatz mit 17 abgegrenzten Stellflächen entstanden, mit Strom- und Wasserversorgung. „Zusammen mit dem bereits vorhandenen Stellplatz bieten wir jetzt knapp 60 Wohnmobilisten die Möglichkeit, ein paar Tage in Kulmbach zu verbringen.“

Wohnmobilisten gehören größtenteils zu einer Gruppe mit hohem verfügbaren Einkommen und beleben sowohl Gastronomie als auch Einzelhandel in Kulmbach. „Daher war es für uns ein besonderes Anliegen, hier zu investieren. So können wir die Stadt fördern und beleben“, wie der OB erklärte.

Stadtrat Stefan Schaffranek erinnerte daran, dass die von ihm aufgegriffene Idee, Wohnmobilplätze zu schaffen, einst belächelt wurde. „Ich bin dankbar, dass wir jetzt weitere Plätze haben. Der Wohnmobil-Tourismus ist gewachsen und zu einem absolut touristischen Produkt geworden.“ Dass der bereits bestehende Stellplatz so gut angenommen wurde, liege an der zentrumsnahen Lage.

Zweiter Bürgermeister Frank Wilzok dankte für die schnelle Umsetzung: „Wenn es Corona wieder hergibt, wird man sehen, dass es eine gute Idee war. Der Tagestourismus mit Wohnmobilen nimmt in den Städten zu, und das werden wir auch in Kulmbach so erleben. Wenn ich sehe, wie toll der Platz geworden ist, da muss ich die Männer um unseren Bauhofleiter Michael Barnickel einfach loben.“ Was die Nähe zum Skaterplatz angeht, stellte Wilzok fest: „Ich bin mir sicher, dass das Alt und Jung gut tut.“ Auch stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann (CSU) sprach von einer ganz besonderen Zentralität. Der erweiterte Platz sei „ein wichtiger Kristallisationspunkt für viele Aktionen. Er führt zu einer Aufwertung des gesamten Areals.“ Betriebsleiter Helmut Völkl vom Tourismus & Veranstaltungsservice betonte, die Zahl der Wohnmobilisten werde weiter zunehmen.

 

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