Oberfränkische Polizei warnt Betrüger nutzen Messenger-Dienst

Zwei Ex-Google-Manager haben eine alternative Suchmaschine aufgebaut - ohne Werbung. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Am Mittwoch meldeten sich Unbekannte per Textnachricht bei einer 60-Jährigen aus Creußen und gaben sich als deren Tochter aus. Sie brachten die Frau zur Überweisung von mehreren tausend Euro. Die Kriminalpolizei in Bayreuth hat die Ermittlungen übernommen.

Creußen - Betrüger nutzen laut Polizeibericht verstärkt Messenger-Dienste für ihre Taten. Sie geben sich als Angehörige aus, täuschen Notfälle vor und versuchen so, an schnelles Geld zu kommen. Es handelt sich hierbei leider nicht um Einzelfälle, sondern um eine der derzeit wohl häufigsten Betrugsmaschen.

“Hallo Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Handynummer, kannst du dir abspeichern!“ - meist geben die Gauner sich per Textnachricht als Tochter, Sohn, Enkel, Verwandte oder Freunde aus. Sie behaupten dass ihr Handy defekt sei oder sie dieses verloren hätten und deshalb eine neue Nummer nutzen. Anschließend wird um eine Überweisung gebeten, weil das eigene Onlinebanking angeblich nicht funktioniert oder gleich eine Notlage vorgetäuscht und schneller Handlungsdruck aufgebaut, um die arglosen Opfer so zu Geldüberweisungen zu bringen. 

Die oberfränkische Polizei warnt deshalb ausdrücklich vor dieser Betrugsfalle und bittet auch Angehörige darum, aufzuklären und folgende Tipps zu beachten:

Wenn Sie von einer unbekannten Handynummer über Messenger-Dienste kontaktiert werden,

  • fragen Sie unter der alten Nummer nach, rufen Sie persönlich bei der neuen Nummer an oder bitten Sie um eine Sprachnachricht.
  • speichern Sie unbekannte Rufnummern nicht als Kontakt ab, bevor Sie nicht sicher sagen können, wer sich dahinter verbirgt.
  • seien Sie misstrauisch, wenn Sie per Nachricht mit Geldforderungen konfrontiert werden.
  • wenden Sie sich bei Verdachtsmomenten an die Polizei oder an Angehörige.
  • sollten Sie bereits eine Überweisung getätigt haben, setzen Sie Ihre Bank über den Vorfall in Kenntnis und erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.
  • behalten oder speichern Sie den Chatverlauf. 

Autor

 

Bilder