Beleidigungen, Bedrohungen bis hin zu schweren Körperverletzungen: Queere Menschen leben in Bayern und in der Region weiterhin gefährlich. Im Freistaat haben Betroffene laut Innenministerium im vergangenen Jahr 177 Straftaten bei der Polizei angezeigt. Die Zahl liegt damit nur gering unter dem Rekordwert von 2023 mit 190 registrierten Fällen. Im gleichen Jahr gab es in Oberfranken 13 Taten wegen „geschlechtsbezogener Diversität bzw. sexueller Orientierung“, wie das Polizeipräsidium in Bayreuth auf Nachfrage mitteilt. Zwar ist die Zahl 2024 auf sieben abgesunken – doch es wird eine hohe Dunkelziffer angenommen: Die Queer-Beratungsstelle „Strong“ (München) geht davon aus, dass 80 Prozent der Taten der Polizei nicht gemeldet werden.
Oberfranken Hohe Zahl queerfeindlicher Angriffe
Michael Ertel 24.05.2025 - 09:00 Uhr