Oberkotzau Adelt betont Chancen durch die Umgehung

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Der Landtagsabgeordnete schaltet sich – trotz eigener Bedenken – in die Diskussion ein. Mit Sorge beobachtet er die harte Auseinandersetzung.

Oberkotzau - SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt meldet sich im Streit um die Ortsumgehung Oberkotzau zu Wort. „Ich habe lange überlegt, ob ich mich mit einklinken soll“, räumt der Abgeordnete in einer Mitteilung ein. Denn „der Onkel von auswärts, der alles besser weiß, wird auf Familienfeiern nicht allzu gern gesehen“. Allerdings habe der bevorstehende Bürgerentscheid „nicht nur aus verkehrspolitischer Sicht Signalwirkung für das Hofer Land“.

Ortsumgehungen würden immer intensiv diskutiert. „Sie stellen einen Eingriff in die Naturlandschaft dar. Es entstehen bei Anwohnern und Landwirten Betroffenheiten.“ Deshalb gebe es ein ausführliches Planfeststellungsverfahren. In Oberkotzau sei dies vollumfänglich geschehen. „Es besteht Baurecht.“ Dass es erst jetzt zum Bürgerentscheid komme, sei aber nicht ungewöhnlich, denn vielen werde erst dann bewusst, was eine Umgehung eigentlich bedeute, „wenn es fünf vor zwölf ist“. Jedoch: „Ortsumgehungen bieten auch Chancen“, betont Adelt. „Das sieht man an Marktrodach, Wallenfels, aber auch Selbitz.“

Für Oberkotzau treffe das auch zu. „Das ist die Möglichkeit, den Kernort weitgehend frei von Schwerlastverkehr komplett neu zu entwickeln. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern kann sich Oberkotzau ein komplett neues Gesicht geben. Aus einer Vielfahrstrecke kann ein Ort der Begegnung werden, der zum Verweilen und Einkaufen einlädt.“ Er vermisse er das in der Diskussion, in der es mehr um Risiken als um Chancen gehe. Nur per Bürgerentscheid lasse sich „das letzte Kapitel dieser unendlichen Geschichte abschließen“. Mit Sorge betrachte er jedoch die harte Auseinandersetzung in der Marktgemeinde. „Wichtig ist, dass das Ergebnis dann von allen akzeptiert wird und sich Befürworter wie Gegner am Ende noch gegenseitig ins Gesicht schauen können.“ red

 
 

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