Oberkotzau Nach Sprengstoff-Fund in Oberkotzau: Hausbewohner festgenommen

Das Sprengstoff-Paket hatte Anfang Oktober einen Großeinsatz der Polizei in Oberkotzau ausgelöst. Archiv- Foto: Uwe von Dorn

Die Ermittler haben den Bewohner des Hauses, vor dessen Tür das Paket aufgetaucht war, festgenommen. Ein extremistisches Motiv liegt nach derzeitigem Stand nicht vor.

Oberkotzau - Nach dem Fund eines Sprengstoff-Pakets an einer Haustür in der Oberkotzauer Hasenheide am 2. Oktober scheinen die Bürger nun endlich Gewissheit zu haben, dass es sich dabei nicht um einen politisch motivierten Anschlag handelte: Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) haben nun den Bewohner des Hauses vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, das Paket mit Sprengstoff selbst dort abgestellt zu haben.

Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hof und des bayerischen Landeskriminalamts hervorgeht, durchsuchten Einsatzkräfte am Freitag vier Häuser und Wohnungen in Oberkotzau und Hof und nahmen den Beschuldigten vorläufig fest. Nach derzeitigen Erkenntnissen sei das Motiv des 40-Jährigen ein privates.

Wie berichtet, hatten Entschärfer der technischen Sondergruppe des BLKA das Paket kontrolliert gesprengt. Der Tatverdächtige hatte die Polizei zuvor selbst alarmiert. Die Beamten des BLKA übernahmen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Hof und in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizeiinspektion Hof die Ermittlungen. Dabei ergab sich jetzt ein dringender Tatverdacht gegen den 40-Jährigen. Details könne man aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben. Für Nachfragen unserer Zeitung war die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken am Sonntag nicht zu erreichen. Der Mann wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und Vortäuschens einer Straftat dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

 

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