Oberkotzau Trotz Corona – im Jugendtreff tut sich was

Johannes Keltsch

Die Jugendarbeit leidet massiv unter der Pandemie. Die ruhige Zeit lässt sich aber auch nutzen.

  Foto: picture alliance / dpa/Ole Spata

Oberkotzau - Die Jugendarbeit der Gemeinde Oberkotzau stand im Corona-Jahr 2020 unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen – einen völligen Stillstand gab es dennoch nicht, wie Peter Braun am Donnerstagabend im Ausschuss für Kultur, Jugend, Familie und Senioren berichtete. Der Jugendarbeitsleiter gab in seinem Jahresbericht 2020 die Durchhalteparole aus: „Wir wollen uns nicht irre machen lassen und in vollem Umfang da sein, wenn’s wieder so weit ist.“ Auf die Jugendarbeit in Nach-Corona-Zeiten blickt er jedoch mit Bedenken. Die Frage ist, ob die Jugendlichen nach der langen Unterbrechung wieder wie gewohnt dabei sein werden. Braun: „Ich hoffe auf eine gewisse Beständigkeit.“ Wenig sei zurzeit von der Jugendarbeit der Vereine zu hören. „Es ist schwer, Berührungspunkte zu finden. Dabei ist es ratsam, Kontakte zu halten.“

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Die Besucherzahlen im Jugendtreff sind 2020 infolge von eingeschränktem Betrieb und Schließungen eingebrochen. „Ein offener Betrieb unter Auflagen ist schwierig, denn er lebt von der Spontanität und Kontakten“, erklärte Braun. Dennoch habe es vereinzelte Programmangebote gegeben wie Schach, Basteln oder Gitarrenkurse, Pferdeworkshop, Light-Painting oder Billardturnier. Und weil es im Jugendtreff sehr ruhig zuging, gab es Gelegenheit für Arbeiten wie Reparaturen, Grundreinigung und eine komplette Überarbeitung der Konzeption. Besonders erfreulich für Braun: „Wir haben eine neue Küche bekommen.“ Und: „Die Digitalisierung des Jugendtreffs hat enorme Fortschritte gemacht. Wir haben jetzt eine extrem moderne Ausstattung, die ihm Landkreis ihresgleichen sucht.“

Die Arbeit des Jugendparlaments litt stark und den Folgen der Pandemie. „Leider konnten wir bisher keine neuen Jugendsprecher wählen“, bedauerte Braun. Oberkotzau sein der kleinste Ort im Landkreis mit einem Jugendparlament.

CSU-Gemeinderat Wolfgang Kemnitzer dankte Peter Braun für seine Arbeit und stellte fest: „Gerade jetzt, da man vieles nicht machen kann, zeigt sich, wie wichtig die Jugendarbeit ist.“ Viele Jugendliche spürten, „wie sehr etwas fehlt, wenn man es plötzlich nicht mehr hat“.