Oberkotzau Und wieder: die Ortsumgehung

  Foto: Uwe von Dorn/Uwe von Dorn

Neues Jahr, altes Thema: Nach einer Wanderung zeigen sich die Mitglieder der UWO „erschüttert“ über das Vorhaben Ortsumgehung.

Zum neuen Jahr belebt die UWO in Oberkotzau wieder ein altes Thema: die Ortsumgehung. Bekanntlich hatte sich – nach jahrzehntelangem Streit – im März 2021 bei einem Bürgerentscheid die Mehrheit von gut 54 Prozent für den Bau der Umgehung ausgesprochen. Die Vorarbeiten für den Bau laufen. Nun berichtet die UWO in einer „Pressemitteilung zum Jahresbeginn 2023“ von ihrer Neujahrswanderung: „Die Mitglieder waren einmal mehr über das Vorhaben Ortsumgehung erschüttert.“ Gerade im Hinblick „auf die aktuellen Entwicklungen seit dem Bürgerentscheid“ – Energieunsicherheit, Ressourcenknappheit, finanzielle Unwägbarkeiten – schmerze es, wenn wichtige landwirtschaftliche Grundflächen zukünftigen Generationen „auf alle Zeit genommen werden“. Weiter berichtet die UWO von einer Verkehrszählung 2021: Inzwischen würden in Oberkotzau nur noch halb so viele Autos gezählt wie noch 1995.

Flüsseradweg

Marktgemeinderat Johannes Schnabel erläuterte die Position der UWO zum geplanten Ausbau des Flüsseradweges: Die Förderung von Fahrradwegen sei zu begrüßen, „aber die Wiederholung von Planungsfehlern wie beim Perlenradweg gilt es unbedingt zu vermeiden. Auch auf der Trasse des Flüsseradwegs gibt es zahlreiche kartierte Biotope“. Bezüglich der Neuansiedlung zum seniorengerechten Wohnen an der Autengrüner Straße betonte Erik Winterling, dass die UWO ein solches Vorhaben sehr begrüße und sich nicht grundsätzlich gegen die Neuausweisung stelle. Kritisch sehe die UWO jedoch die Ansiedlung im Außenbereich. Bei der Ortsentwicklung sollte „Innen vor Außen das politische Credo sein“.

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