Oberweißenbacher Gartenbauverein Gartenbauer sind 60 Jahre aktiv

Vor der Vereinshütte lassen die Vorsitzenden Peter Legat und Gisela Arzberger 60 Jahre Vereinsgeschichte des Obst- und Gartenbauverein Oberweißenbach Revue passieren, Pandemie-gerecht auf Abstand. Foto: /Silke Meier

Der Oberweißenbacher Verein blickt auf sechs Jahrzehnte zurück. Bis heute engagieren sich die Mitglieder für die Natur.

Selb - Freundlich lächelt das Gesicht der Sonnenblume auf der Porzellantasse mit dem Schriftzug Obst- und Gartenbauverein Oberweißenbach. In feinem Schwarz steht „seit 1961“ darunter. Der Obst- und Gartenbauverein Oberweißenbach besteht seit 60 Jahren. Grund genug für die Vorsitzenden Peter Legat und Gisela Arzberger, um auf die Vereinsgeschichte zurückzuschauen. Und an die Mitglieder zu denken, die in diesem Jahr eine Ehrung erhalten: Gründungsmitglied Hans Rödel für 60 Jahre sowie Ingrid Gronemeier, Thomas Neupert und Gabi Seifert für jeweils 25 Jahre.

Beim Blick in die Chronik stellt Legat fest, dass schon im Jahr 1910 der damalige Lehrer Ernst Flessa Vorsitzender in einem Gartenbauverein war und hinter dem Oberweißenbacher Schulhaus einen Schulgarten angelegt hat. Schuhmacher Adolf Hollering war Baumwart. Auf „Rechtlergrund“ wurden 1921 neun Parzellen Schrebergarten angelegt. 1928 wurde August Bauriedel Vorsitzender.

Vor dem Zweiten Weltkrieg löste sich der Verein auf. Dokumente existieren nicht mehr. Die Gründungsmitglieder des Obst- und Gartenbauvereins 1961 waren Georg Frohring, Anton Michl, Max Reihl, Hans Rödel, Max Schmidt und Robert Uschold. Aufgabe des Vereins ist es bis heute, den Gartenbau und Blumenschmuck im Ort zu fördern. Dazu werden Schulungsveranstaltungen angeboten und Pflanzen besorgt. Vereinsmitglieder können sich Geräte ausleihen. 1993 bauten Vereinsmitglieder in der Ortsmitte ein eigenes Gerätehaus. 1980 richtete der Obst- und Gartenbauverein die Kirchweih aus sowie Weinfeste im Schulgarten und am Vereinshaus. die Mitglieder unternahmen auch Ausflugsfahrten, besuchten die Bundes- und Landesgartenschau und organisierten einen „Blumenball“ in der Jahnturnhalle.

Peter Legat legt Wert darauf, Kindern und Jugendlichen den Garten und die Natur nahezubringen. „Mit Wettbewerben können wir Kinder begeistern“, stellte Legat fest. Stattliche Ergebnisse brachten die Teilnehmer bei der Ernte. Die größte Kartoffel wog 680 Gramm, der größte Kohlrabi 7,5 Kilo. Die größte Sonnenblume soll vier Meter hoch gewesen sein. Nach gemeinsamen Kräuterwanderungen entstanden aus Blumen und Gräsern Brotaufstriche. . Nistkästen wurden angefertigt, Frühjahrsblüher gesteckt und Imker Florian Schmidt besucht.

In diesem Jahr soll es Radieschen-Samen geben, der zuhause gesät werden kann. Erwachsene konnten außerdem am Blumenschmuck-Wettbewerb teilnehmen, bei der Aktion Rammadmma die Umgebung aufräumen und Baumschnittkurse belegen. Am Baum in der Oberweißenbacher Ortsmitte wird die Bank gepflegt, an den Brücken im Ort die Pflanzkübel.

Von April bis September ist die Vereinshütte in Oberweißenbach jeden Freitag von 19 bis 19.30 Uhr geöffnet. Die Mitglieder verkaufen dort Hornspäne, Schneckenkorn­ und Blumendünger. Außerdem leihen sie auch Geräte und Biergarnituren aus.

 

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