In dem Bereich hatte die Polizei auf der diesjährigen Wiesn besonders kontrolliert. 80 Sexualdelikte wurden nach Angaben von Schelshorn angezeigt, acht mehr als 2025. Bei einem Großteil (52 Fällen) habe es sich um sexuelle Belästigung gehandelt, in fünf Fällen werde wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt. 2025 waren es seinen Angaben zufolge ebenfalls fünf Fälle.
6,7 Millionen Maß Bier
Die Massen strömten, das Bier auch: 6,7 Millionen Maß Bier wurden nach Angaben der Stadt getrunken. Das sind 2,7 Prozent mehr als 2025 (6,5 Millionen). Beim Essen meldeten die Wiesnwirte ein Plus von zwei bis drei Prozent. Dabei sei das "klassische Hendl wieder im Aufwind". Von den 7,4 Millionen Besuchern waren 447.000 auch Gäste auf der Oidn Wiesn.
Auch die Aicher Ambulanz meldet Rekordzahlen: 8.409 Patienten wurden bis zum Sonntagmittag versorgt - knapp 300 mehr als im bisherigen Rekordeinsatz-Jahr 2023 und 23,2 Prozent mehr als 2026. Der Rettungsdienst führte dies vor allem auf die hohe Besucherzahl zurück. 40 Prozent der Patienten waren ausschließlich wegen einer Alkoholvergiftung auf Hilfe angewiesen.
Der gemessene Rekordwert dabei: 3,8 Promille. Allerdings sei das nicht unbedingt tatsächlich der höchste Wert. Schließlich müsse der Patient, um den Alkoholwert feststellen zu können, noch in der Lage sein, in das Testgerät zu pusten.
"Der überwiegende Teil wurde nicht infolge übermäßigen Alkoholkonsums behandelt", betont Aicher-Geschäftsführer Michel Belcijan und verweist auf die Vorzüge eines Zwischenwassers zwischen den verschiedenen Maß Bier.
Kuriose Fundsachen: Knirschschiene und Gebiss
Womöglich auch, weil das nicht jeder beachtete, hatte das Fundbüro auch in diesem Jahr viel zu tun. Neben 1.050 Kleidungsstücken, 700 Geldbeuteln und 400 Handys wurden dort auch kuriose Fundstücke abgegeben: eine Knirschschiene und ein Gebiss zum Beispiel, die 1,80 Meter große Figur eines Imbissstandes - und ein dicker Bildband über Tibet.